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Wurde Vittorio Missoni entführt?

Seit Freitag ist das Flugzeug mit Mode-Papst Vittorio Missoni (58) verschollen. Seine Frau Maurizia Castiglioni und zwei weitere Freunde, die sich ebenfalls an Bord der Maschine befanden, werden auch vermisst.

Die Ermittler schließen nicht aus, dass Missoni und die anderen Passagiere gekidnappt worden sind.

Ursprünglich war das zweimotorige Flugzeug am Freitag von der karibischen Inselgruppe Los Roques aus in Richtung Caracas, Venezuela, gestartet. Plötzlich sei das Flugzeug dann vom Radar verschwunden. Der Pilot habe sich kurz zuvor beim Kontrollturm des Insel-Flughafens abgemeldet, um auf die Funkfrequenz des Zielflughafens zu wechseln, berichtete die Zeitung "El Nacional".

Am Sonntag erhielt ein Sohn der anderen Passagiere eine SMS: "Ruf jetzt an, wir sind erreichbar". Doch das Mobiltelefon war nicht erreichbar. Zwar bestätigte der italienische Telekommunikationsanbieter "Italia Mobile", dass diese Nachricht verschickt wurde, aber es konnte nicht bestimmt werden, ob diese auch wirklich erst am Sonntag geschrieben worden war.

Missonis Schwester Angela Missoni gibt dennoch nicht auf und hofft sogar auf eine Entführung. "Es ist besser, entführt zu werden, als auf dem Meeresboden zu liegen", wurde sie am Montag von der italienischen Zeitung "Il Giornale" zitiert. "Wir hoffen, dass alle vier leben und wohlauf sind. Wir hoffen außerdem, dass die Suche in alle Richtungen geht."

Unterdessen suchen die venezolanische Nationalgarde und private Helfer mit Flugzeugen und Booten das mögliche Absturzgebiet ab. 385 Einsatzkräfte beteiligen sich an der Suche. Trotzdem habe es bisher keine Fortschritte gegeben, melden italienische Medien.

Einer anderen heißen Spur wird ebenfalls nachgegangen, denn kurz nachdem Missonis Maschine gestartet war, folgte ein weiteres Flugzeug. Dessen Pilot sagte der Turiner Zeitung "La Stampa": "Ich sah sie direkt vor mir, bis sie von einer riesigen Wolke verschluckt wurden. Dann gab es einen Blitz." Vor vier Jahren war ein Flugzeug mit 14 Menschen an Bord ebenfalls in der Region verschwunden. Bis heute fehlt jede Spur.

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