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Wolfgang Penk: "Markus Lanz kann das auch alleine"

Die einen finden sie das Tüpfelchen auf dem i, die anderen sagen, sie mache "Wetten, dass..?" zum Trash-TV: Cindy von Marzahn. Wolfgang Penk war zwölf Jahre lang Unterhaltungschef des ZDF und auch zuständig für "Wetten, dass.

.?". Die Einbindung der Komikerin Cindy von Marzahn (41) als Assistentin von Markus Lanz (43) sieht er kritisch. "Ich fand das als einmaligen oder zweimaligen Gag ganz gut. Dass sie jetzt immer da ist, ist Geschmackssache. Ich finde Markus Lanz kann das auch alleine. Ich glaube, die wollen mehr Comedy und Humor haben und dann passt sie, aber mein Geschmack ist es nicht", sagte Penk zur Nachrichtenagentur spot on news.

Seit der Einbindung von Cindy von Marzahn gehe "Wetten, dass..?" in eine andere Richtung, sagte der Fernsehproduzent weiter. "Markus Lanz will da wohl eine eigene Linie reinbringen, es führt natürlich vom eigentlichen 'Wetten, dass..?' weg, wenn da Comedy gemacht wird."

Wolfgang Penk sieht einen entscheidenden Unterschied zwischen der Assistentin von Ex-Moderator Thomas Gottschalk (62) und der von Lanz. Michelle Hunziker (35) habe sehr gut zu Gottschalk gepasst, da sie "ein bisschen Showbusiness und Glamour" in die Show gebracht habe, so Penk. Markus Lanz sei der Solidere und eher der Talker im Vergleich zu Gottschalk. "Dass Lanz bisschen mehr Humor in der Sendung haben will, kann ich verstehen", erklärte er.

"Ich würde da überhaupt keine Assistentin reinnehmen, wenn ich da noch was zu sagen hätte", macht der ehemalige ZDF-Unterhaltungschef klar. Zur jüngsten "Schleichwerbung"-Debatte um Thomas Gottschalk äußerte sich Penk zurückhaltend. Werbung oder Sponsoring habe es immer schon gegeben, auch zu seiner Zeit, sagte er. Das gebe es nicht nur in dieser Sendung. Falls sich Gottschalk und sein Bruder aber tatsächlich die Taschen vollgemacht hätten, sei das unfair, meint der 74-Jährige.

Moderatorin Andrea Kiewel (47), die am Samstag bei "Wetten, dass..?" die Außenwette begleitet hat, hatte ebenfalls einen Skandal um Schleichwerbung beim ZDF. Damals ging es um Verträge mit Weight Watchers. Penk hält Kiewel gewissermaßen für rehabilitiert.

"Wenn man so will, hat sie jetzt mal für ein Jahr auf der Strafbank gesessen." Bei ihr sei die Werbung ja offensichtlich gewesen und das mache man nun mal nicht, so Penk. "Dann hat man gemerkt, dass sie gut ist und dass das Publikum sie sehen will."

Markus Lanz ist für Penk indes der ideale Moderator. "Er ist alternativlos", so der Experte. Man müsse allerdings noch mehr Spannung reinpacken und nicht nur Gespräche führen, empfiehlt Penk.

Was ihn immer schon aufgeregt habe, sei, dass ausländische Stars nur kurz vorbei schauen. "Gäste kommen nicht nur für eine Stunde", so Penk. "Das hat mich auch immer geärgert und das haben wir dann abgestellt. Wenn einer gesagt hat 'Ich stell nur kurz meinen Film vor', habe ich gesagt, dann stellen Sie den mal woanders vor, bei mir nicht", sagte Penk.

Er ist sich sicher: "'Wetten dass..?' würde auch ohne ausländische Gäste funktionieren."

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