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"Wetten, dass..?" mit 50 Cent

So passt es: deutschsprachige Stars auf der Couch, internationale auf der Bühne. Mit Ausnahme von US-Rapper 50 Cent, an den sich Assistentin Cindy aus Marzahn ranmachen durfte, waren in der sechsten Ausgabe der Nach-Gottschalk-Ära nur deutschsprachige Stars auf der Couch.

Doch warum auch nicht, schließlich sieht man den österreichischen Alt-Star Peter Weck ("Ich heirate eine Familie") immer wieder gern und auch Viktoria Lauterbach macht was her, vor allem wenn ihr Mann, Schauspieler Heiner Lauterbach, mit ihr auf seinem Rücken liegend Liegestütz macht oder wenn die beiden auf WC-Schüsseln durchs Studio rollen.

Die anderen Gäste auf Markus Lanz' Couch waren diesmal Schauspielerin, Sängerin und Liefers-Gattin Anna Loos und Oliver Pocher, der offebar für die witzigen Sprüche zuständig war: "Lass das bloß nicht Tom Hanks sehen", kommentierte der Comedian den Auftritt des kanadischen Sängers Michael Bublé mit einer Katzenmaske - er performte "Moonlight" aus dem Musical "Cats". Hanks hatte sich nach seinem Besuch in der "Wetten, dass..?"-Sendung im November in Bremen lustig gemacht: "Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist", beschrieb er die Szene, in der er eine Katzenmütze auf dem Kopf hatte und dabei zusah, "wie der Moderator in einem Sack um mich herum hüpft".

Musik gab's außerdem von der britischen Kult-Band Depeche Mode, die sich mit dem wenig kultverdächtigen Song "Heaven" zurückmeldeten. Wesentlich unterhaltsamer war dagegen der Auftritt der jungen US-Band OneRepublic. Gemeinsam mit Band-Mitglied Ryan Tedder gab Markus Lanz Falcos Welthit "Amadeus" zum Besten. Lanz mimte den verstorbenen Wiener Superstar dabei so überzeugend, dass der Saal tobte. Keine Frage, die Gesangsduette - mit Robbie Williams, Justin Timberlake etc. - entwickeln sich zum Show-Highlight der Lanz-Ära.

Eine Genugtuung für Stars wie Boris Becker, die schon unter seinem respektlosen Mundwerk zu leiden hatten, muss die verlorene Wette von Oliver Pocher gewesen sein. Zur Strafe musste er sich seinen Hintern mit Fußbällen beschießen lassen. Markus Lanz vor dem ersten Schuss: "Wir machen das jetzt so: Die ersten 30 Sekunden gebückt und dann auf die Knie." Darauf Oliver Pocher: "Ist das jetzt 'ne private Ansage oder für das Spiel?" - einmal mehr ging die Pointe an den Profi.

Kein "Wetten, dass..?" ohne Wetten: Diesmal wurden Klodeckelgeräusche erraten, Reifen am Geruch erkannt, um einen Tisch herum geklettert, mit Hämmern jongliert und Hubwägen unter Euro-Paletten manövriert. Bei der "Zuschauer gegen Lanz"-Wette verlor Lanz ausnahmsweise einmal: Seine Herausforderin war einfach besser in der Disziplin, ein Feuerzeug unter einer Flasche wegzuschnippen.

Weil der Moderator auch die Stadtwette verlor - mehr als 500 Wiener schickten "Harlem Shake"-Videos -, musste er in Schokolade baden, was dann doch wieder eher an die WC-Wette erinnerte. Vielleicht wäre das anders gewesen, wenn er voher mal wieder sein Hemd ausgezogen hätte...

(ili/spot)