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Lena Meyer-Landrut© spot-on

Musik

Warum Lena lieber bodenständig bleibt

Wer in zwei Jahren drei Alben veröffentlicht, ist nicht nur ehrgeizig und arbeitsam, sondern setzt sich auch einer neugierigen und schaulustigen Öffentlichkeit aus. Wie Lena Meyer-Landrut.

Köln. Der plötzliche Ruhm, der Lena Meyer-Landrut nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 2010 ereilte, ist nur mit der richtigen Strategie zu verkraften, wie die heute 21-Jährige im Interview mit dem Entertainmentportal "First News" erzählt: "Ich habe gesagt, dass ich den Hype nicht so richtig an mich ranlasse, weil ich total Angst davor habe, dass ich abhebe und dass ich die Realität nicht mehr sehe."

Andere Beispiele der Musikgeschichte belegen, dass allzu frühes Scheinwerferlicht schnell zu Höhenflügen führen kann und Ausflüchte in die dann leicht zugängliche Welt der Drogen nicht selten sind. Meyer-Landrut kann dem widerstehen : "Ich würde auch nie Drogen nehmen oder so, weil ich einfach viel zu viel Angst hätte, erst mal, dass ich das total geil finde und nicht mehr damit aufhöre und zweitens, dass ich nen totalen Realitätsverlust kriege."

Bei aller Willensstärke, die hier zu herrschen scheint, bleibt doch ein kleiner Zweifel, den einst der italienische Schriftsteller Guareschi treffend formulierte: "Manch einer, der vor der Versuchung flieht, hofft doch heimlich, dass sie ihn einholt."

Bislang aber ist Lena ein strahlendes Beispiel dafür, wie man mit dem Starrummel normal umgehen kann und dabei auch noch gute Musik macht: Das am 12. Oktober veröffentlichte Album "Stardust" schaffte es in den deutschen Hitlisten bis auf Platz zwei. spot-on