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Trotz großer Krise - Kopf hoch, Jenny!

Sie stehe "wieder bei Null" hat Jenny Elvers-Elbertzhagen (40) im Gespräch mit dem People-Magazin "Gala" gesagt. Eine bittere Analyse der Schauspielerin, die gerade die Hölle des Alkoholentzugs hinter sich hat.

Ihr Mann, der Medienmanager Goetz Elbertzhagen (53), ist mit einer Anderen auf und davon, das Haus der Familie steht zum Verkauf, außerdem hat sie mit dem Weggang ihres Ehepartners auch ihren Manager verloren. Eine berufliche wie private und seelische Katastrophe, die über eine Frau hereinbricht, die bei der Überwindung ihres Alkoholismus' so sehr auf den Rückhalt durch ihren Mann gehofft hatte.

Kann sie es jetzt noch schaffen, diese Krise zu überwinden? Oder ist die Gefahr eines Rückfalls größer denn je?

Schon vor Monaten hatte die Schauspielerin Karin Baal (72), die sich in ihrem Buch "Ungezähmt" zu ihrer Alkoholsucht bekannt hatte, zur Zeitschrift "Bunte" gesagt: "Bei Alkoholikern kommt es sehr auf das Umfeld an, insbesondere auf den Partner. Jennys Mann ist ja mit ihrer Krankheit an die Öffentlichkeit gegangen. Schon das hielt ich für relativ schwierig, weil er sie damit der Öffentlichkeit ausgeliefert hat."

Es gibt allerdings immer wieder Frauen, die solche Krisen bewältigen. Mal mithilfe des Partners, mal ohne ihn, weil er längst entsetzt das Weite gesucht hat.

So ging es der wundervollen Schauspielerin Katrin Sass (56, "Good Bye, Lenin!"). Sie hatte ein großes Problem und wurde von ihrem Mann, dem Regisseur Siegfried Kühn, allein gelassen. Dem TV-Moderator Thomas Koschwitz erzählte sie: "Mein Mann verließ mich, weil er es einfach nicht mehr aushielt." Zur Alkoholsucht kam eine wirtschaftliche Krise, denn Katrin Sass bekam kaum mehr Engagements, das Geld wurde knapp.

In dieser fatalen Situation, in der sie sich mit Gewalt durch den Entzug quälte und sogar epileptische Anfälle bekam, unterbreitete ihr der Regisseur Michael Klier den Vorschlag, die Hauptrolle im Film "Heidi M." zu übernehmen - ein ungewöhnlich mutiger Schritt, der auch belohnt wurde. Katrin Sass zwang sich trocken durch das Projekt. Bei Koschwitz sagte sie: "Der Film ist ein Comeback für mich, ein Neubeginn. Michael Klier hat mich durch diese Besetzung vielleicht gerettet."

Dagegen hat es die US-Schauspielerin Melanie Griffith (56) mit der Hilfe ihres Mannes geschafft. Der um vier Jahre jüngere Antonio Banderas (52), einer der begehrtesten Stars von Hollywood, blieb bei seiner alkohol- und kokainsüchtigen Frau, die mehrmals Entzugskliniken aufsuchen musste und immer wieder betonte: "Mein Ehemann und meine Familie haben mich auf meinem Weg sehr unterstützt."

Schlagerstar Howard Carpendale (67) ist seit über 30 Jahren mit der alkoholkranken Amerikanerin Donnice Pierce (55) zusammen. Er kennt das Wechselbad der Gefühle in so einer Beziehung, und er hat darunter auch gelitten. Nach einer kurzfristigen Trennung ging er wieder zu seiner Frau zurück. Im Jahr 2007 sagte er der Zeitschrift "Neue Post": "Es macht mich unglücklich, wenn in meiner Familie keine Harmonie herrscht." Er habe jedoch über die Jahre einsehen müsse, dass man einem an Alkoholismus leidenden Menschen nicht helfen könne: "Donnice muss selbst dahinter kommen." Carpendale hat sich entschlossen, bei seiner Frau zu bleiben. Zu "Bunte" sagte er: "Ich wollte Donnice nie verlassen, weil ich sie immer geliebt habe und sie noch heute liebe." Die beiden verbinde eine "wunderbare, fast kindlich reine Liebe". Dieses Gefühl zu bewahren sei ihm "unendlich wichtig".

Jenny Elvers hat noch einen schweren Weg vor sich, aber sie werde nicht vom Dach springen, oder sich vor den Zug werfen, sagte sie im "Gala"-Gespräch. Hoffen tut sie vor allem eines: Dass ihr Mann wieder nach Hause kommt. Das würde ihr alles leichter machen.

(ln/spot)