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Einmal Bond-Girl, immer Bond Girl: Luciana Paluzzi (l-r), Martine Beswick, Britt Ekland, Maryam d'Abo, Carole Ashby und Tonia Sotiropoulou. Foto: Onsoien/Ole Gunnar

Einmal Bond-Girl, immer Bond Girl: Luciana Paluzzi (l-r), Martine Beswick, Britt Ekland, Maryam d'Abo, Carole Ashby und Tonia Sotiropoulou. Foto: Onsoien/Ole Gunnar

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Treffen der Bond-Girls in Oslo

Wer dem Geheimagenten 007 einmal den Kopf verdreht hat, fühlt sich auch nach Jahrzehnten noch als Bond-Girl. Zum 50. Geburtstag des Bond-Films "Thunderball" trafen sich gleich sieben der Filmschönheiten in Oslo.

Oslo. Mal haben sie heiße Nächte mit James Bond verbracht, mal dem Geheimagenten das Leben als eiskaltes Biest zur Hölle gemacht: Zum 50. Geburtstag des 007-Films "Feuerball" mit Sean Connery (84) haben sieben Bond-Girls in Norwegens Hauptstadt Oslo Hollywood-Glanz versprüht.

Sich immer noch als "Bond-Mädchen" zu bezeichnen, fiel Luciana Paluzzi (78) und Martine Beswick (73) dabei ein halbes Jahrhundert nach ihren Auftritten nicht schwer. "Ein Bond-Girl wird immer ein Bond-Girl sein", sagte Paluzzi bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Es ist etwas, das einem immer bleibt." Mit 78 Jahren bekomme sie immer noch Fan-Post und werde auf der Straße erkannt.

"Ein Bond-Girl zu sein ist wie Mitglied in einem exklusiven Club zu sein", sagte Britt Ekland (72, "Der Mann mit dem goldenen Colt"). "Es kann passieren, dass wir uns jahrelang nicht sehen, aber wenn wir es tun, ist die Verbindung da." Jüngstes Club-Mitglied in der Runde: Die Griechin Tonia Sotiropoulou (28), die Bond alias Daniel Craig (47) erst 2012 in "Skyfall" einheizte - und ihre kleine Rolle als Glücksfall bezeichnete: "Ich hab' das irgendwie immer noch nicht richtig begriffen, obwohl es nun schon drei Jahre her ist." "Skyfall" ist noch vor "Feuerball" (1965) der erfolgreichste Bond-Thriller.

Doch den früheren Bond-Girls fehlen in den neuen Produktionen der politisch inkorrekte Humor der 60er Jahre und das "Feuer" der älteren 007-Filme. Namen wie Pussy Galore (aus "Goldfinger") wären für eine Schönheit in einem Bond-Thriller heute undenkbar, sagte Maryam d'Abo (54, "Der Hauch des Todes"). "Das mit der politischen Korrektheit ist ja schön und gut, aber es geht ein bisschen zu weit", sagte Carole Ashby (60, "Im Angesicht des Todes", "Octopussy").

Kritik daran, dass Frauen in den ersten Bond-Filmen vor allem als das schwache Geschlecht rüberkommen, verstehen sie und ihre 007-Kolleginnen nicht. "Alle Mädchen sind individuelle Charaktere und sehr stark. Wir hatten Macht!", sagte Beswick, die auch in "Liebesgrüße aus Moskau" zu sehen war.

Schließlich reiche es für ein Bond-Girl nicht, gut in einem Bikini auszusehen. Man müsse "frech" und vor allem "ungezogen" sein, waren sich die Damen einig. Während manche Darstellerinnen trotz ihres Auftritts früher oder später wieder in der Versenkung verschwanden, brachten es andere über Nacht zu Weltruhm.

Als erstes 007-Girl verdrehte die Schweizerin Ursula Andress 1962 James Bond den Kopf. Als sie als Muschelsammlerin im Bikini aus den Fluten des Ozeans steigt, kann sich der Geheimagent (Sean Connery) nicht mehr auf seine Jagd nach Dr. No konzentrieren. Diana Rigg, deutschen Fernsehzuschauern als Emma Peel in der TV-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" bekannt, durfte Bond 1969 in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" als einzige der vielen Frauen heiraten. Berühmtestes Bond-Mädchen ist heute wohl die US-Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Halle Berry ("Stirb an einem anderen Tag").

In Oslo hatten sich ihre sieben Kolleginnen auch für einen guten Zweck versammelt: Neben rotem Teppich, James-Bond-Motto-Dinner und der Vorführung einer neu bearbeiteten Version von "Feuerball" war für den Abend eine Auktion zugunsten von Unicef geplant. Für die UN-Kinderrechtsorganisation engagiert sich Ex-Bond Roger Moore (87) als Sonderbotschafter.

dpa


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