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Trauer um Hans-Jürgen Massaquoi

Seine Autobiografie "Neger, Neger, Schornsteinfeger" über seine Kindheit während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde zum Bestseller. Nun ist der Journalist und Schriftsteller Hans-Jürgen Massaquoi an seinem 87. Geburtstag am 19. Januar in Florida gestorben.

Massaquoi wurde 1926 in Hamburg als Sohn einer Deutschen und eines aus Liberia stammenden dunkelhäutigen Vaters geboren. Bis 1948 lebte Massaquoi in Deutschland. Während der NS-Zeit wurde ihm immer wieder "Neger, Neger, Schornsteinfeger" nachgerufen, was ihn schließlich zum Titel seines Buches inspirierte. Das Buch wurde vor mehr als 13 Jahren zum Bestseller und 2006 verfilmt. In dem TV-Film glänzte Veronica Ferres als seine Mutter.

"Hans J. Massaquoi hat mit der Geschichte seiner Kindheit und Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus viele Leserinnen und Leser weit über seine Heimatstadt Hamburg hinaus bewegt", sagte der Programmleiter Sachbuch bei Fischer, Peter Sillem. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Massaquoi in die USA, studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Er schloss er sich der schwarzen Bürgerrechtsbewegung an und machte Karriere als Chefredakteur des afroamerikanischen Magazins "Ebony". Über diese Zeit schrieb er den zweiten Teil seiner Autobiografie "Hänschen klein, ging allein".

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