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Musik

Tokio Hotel reden Klartext

Sie kommen wieder. Nach einer Pause von zwei Jahren wird die deutsche Band Tokio Hotel 2013 ihr lang erwartetes viertes Album veröffentlichen. Die Erwartungen sind groß, ein Scheitern des Comebacks wird von beiden Bandgründern, den eineiiger Zwillingsbrüdern Bill und Tom Kaulitz (23), von vorn herein ausgeschlossen.

In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagen die beiden Musiker, die außerdem als RTL-Juroren bei "Deutschland sucht den Superstar" auftreten werden, dass es für den Fall eines Flops keinen Plan B gäbe. Tom Kaulitz: "Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, mir sagen zu lassen, was und für wen ich zu arbeiten hätte. Mal für ein paar Jahre extrem zurückziehen, für andere Künstler Songs schreiben und im Hintergrund arbeiten, ja. Alles andere ist undenkbar." Und sein Bruder Bill ergänzt: "Stimmt. Als Angestellter würde ich wohl kaputtgehen. Das Schlimmste für mich waren immer Vorgesetzte und Autoritäten. Ich habe das früher gehasst."

In der zweijährigen Pause haben sich Bill und Tom teilweise nach Los Angeles zurückgezogen - und dabei ganz eigene Erfahrungen gemacht. Tom Kaulitz zur "SZ": "Es war schon eine Umstellung. Wenn wir mit der Band auf Tour sind, haben wir ein sehr großes Team, dem man einfach sagt, was man braucht. Und jetzt gab es schon mal Momente, wo ich mich selber um Sachen kümmern musste, um die ich mich vorher nie in meinem Leben gekümmert habe. Da gab es schon Situationen, wo ich überfordert war, aber ich wollte es ja nicht anders... Zum Beispiel als ich in Los Angeles meinen kalifornischen Führerschein beantragt habe. Da dachte ich schon: Was, da wartet man so lange in einer bekackten Schlange? Da steht man jetzt den ganzen Tag, um sein Passfoto abzugeben?"

Immerhin haben die beiden mittlerweile ihren Realschulabschluss nachgeholt. Bill Kaulitz, der manchmal gern daran denkt, Modedesign zu studieren, sagt in dem Interview: "Das haben wir Mama zuliebe gemacht. Wir waren in der 10. Klasse im Gymnasium, als wir wegen der Band die Schule abgebrochen haben. Wir hatten also schon alles gelernt, was man für den Realschulabschluss braucht. Wir haben es wirklich nur gemacht, um' s geschafft zu haben. Mit einem Realschulabschluss kann man ja ohnehin nichts Vernünftiges anfangen. Da braucht man schon Abitur."

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