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Thomas Ohrner: "Nach einer kalten Dusche geht es"

Als Kinder-Star in der TV-Serie "Timm Thaler" ist Thomas Ohrner (47) bekannt geworden. Nach zahlreichen Moderations-Jobs in Radio und TV ist er jetzt das neue Gesicht beim Frühstücksfernsehen des Red-Bull-Media-House-Senders ServusTV.

Gemeinsam mit seiner österreichischen Kollegin moderiert Ohrner seit 1. April im Zwei-Wochen-Rhythmus von 06:00 bis 09:00 Uhr das Morgenmagazin "Servus am Morgen". Mit spot on news hat er über das frühe Aufstehen und seine lustigste TV-Panne gesprochen.

Herr Ohrner, wie ist es jeden Tag so früh aufstehen und dann gut gelaunt vor die Kamera treten zu müssen?

Thomas Ohrner: Das Aufstehen fällt immer schwer, wenn der Wecker um zwei Uhr klingelt. Doch nach einer kalten Dusche geht es, ich muffele auch nicht stundenlang rum. Ich gehe morgens positiv an den Tag ran.

Sind Sie grundsätzlich ein Morgenmensch?

Ohrner: Ich schlafe am Wochenende schon gerne mal aus. Aber ich bin definitiv kein Feind des Morgens.

Gehen Sie derzeit früh zu Bett?

Ohrner: Ich musste meinen Rhythmus schon verändern. Ich versuche gegen 19.00 oder 20.00 Uhr zur Ruhe zu kommen.

Was sagen Ihre Kinder dazu, dass ihr Papa jetzt schon vor ihnen ins Bett geht?

Ohrner: Das kriegen die gar nicht mit. Denn wenn ich Frühstücksfernsehen mache, lebe ich in Salzburg in meinem Apartment. Montag bis Freitag lebe ich dann in Österreich. Außerdem wechseln wir uns im 14-Tage-Rythmus mit einem zweiten Moderatoren-Team ab.

ServusTV gehört ja einem Österreich, wie kommt da ein Deutscher hinein?

Ohrner: Das Programm wird ja in der Schweiz, Deutschland und Österreich gesendet, daher ist ServusTV eine Art Dreiländersender. Deshalb will der Sender ja auch ein gemischtes Moderatoren-Duo, bestehend aus einem Österreicher und einem Deutschen. Es gibt die berühmt-berüchtigten Unterschiede zwischen Deutschen und Österreichern und da dürfen sich die Moderatoren diesbezüglich ruhig ein bisschen necken.

Der Sender befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Red Bull Media House GmbH. Gibt es hinter den Kulissen dann immer literweise Energydrinks?

Ohrner: Es steht nicht im Vertrag, dass man ihn trinken muss (lacht). Man kann sich aber natürlich morgens eine Dose nehmen, um wach zu werden. Ich bin allerdings ein Verfechter von grünem Tee.

Ihre Moderationskollegin Barbara Fleißner ist Österreicherin. Gibt es da manchmal Missverständnisse oder gar Sprachbarrieren?

Ohrner: Ich komme aus Bayern und unser Dialekt ist dem österreichischen sehr nahe. Da gibt es keine Verständigungsschwierigkeiten.

Darf man Sie als Quotendeutschen bezeichnen?

Ohrner: Ja, denn aus Sicht der Österreicher trifft diese Bezeichnung zu.

Wenn Sie um 9 Uhr fertig sind, was fangen Sie dann mit Ihren langen freien Tagen an?

Ohrner: Ich habe leider nicht so viel Freizeit, denn ich arbeite danach direkt weiter. Die Sendung für den nächsten Tag muss vorbereitet werden. Wenn doch mal etwas Zeit übrig ist, gehe ich in Salzburg spazieren oder in eines der schönen Kaffeehäuser zum Zeitunglesen. Und dann geht's auch schnell wieder nach Hause und ich bereite mich auf die Bettruhe vor. Es ist ein sehr diszipliniertes Leben.

ServusTV holt sich immer mehr bekannte deutsche TV-Gesichter wie Sie und Markus Kafka. Ist das das Erfolgsrezept des Senders?

Ohrner: Das wird sich zeigen. Allerdings muss ich sagen, dass der Sender nicht auf mich zugekommen ist, sondern ich habe mich bei ServusTV gemeldet, als ich hörte, dass die ein Frühstücksfernsehen planen. Deshalb würde ich jetzt nicht von einer Strategie sprechen, die der Sender verfolgt.

Sänger, Serienstar, Moderator, Radiosprecher, Synchronsprecher: Sie haben ja nichts ausgelassen. Welches war denn die beste Zeit?

Ohrner: Es ist immer am schönsten, wenn man von Beginn an dabei ist und etwas von der Stunde null an mitgestalten darf. Ich habe zum Beispiel Antenne Bayern mit aufgebaut und da echte Pionierarbeit geleistet. Das hat dann schon Spaß gemacht.

Über welche Panne in Ihrer Karriere können Sie heute noch schmunzeln?

Ohrner: Ich habe schon mal bei Tele 5 eine TV-Live-Sendung im Dunkeln machen müssen, weil die Scheinwerfer ausgefallen sind. Das war dann quasi eine halbstündige Radio-Reportage im Fernsehen. Das Licht war weg aber der Ton war noch da und wir haben einfach weitergemacht.

Ihre Mutter hat Sie schon als Kind vor die Kamera gezerrt. Haben Sie sich mal bei ihr bedankt oder eher beschwert, dass sie so den Grundstein für Ihren beruflichen Werdegang gelegt hat?

Ohrner: Meine Mutter musste mich nie vor die Kamera zerren. Ich habe das alles freiwillig und sehr gerne gemacht. Und habe dies bis heute auch nicht bereut.

(ala/spot)