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"Tatort": Schluss mit lustig

Düster und grau präsentiert sich der Frankfurter "Tatort" am kommenden Sonntag. Wer sich über den Klamauk-Krimi aus Saarbrücken in der vergangenen Woche geärgert haben sollte, darf sich auf einen echten Kriminalfall freuen.

Um was geht es in "Wer das Schweigen bricht"?

In einer Jugendstrafanstalt finden die Gefängniswärter beim morgendlichen Aufschluss einen der Insassen tot in seiner Zelle auf. Der junge Mann hat aber nicht nur eine Kopfwunde, auch acht Zehennägel wurden ihm ausgerissen. Frank Steier (Joachim Król) und seine Kollegin Conny Mey (Nina Kunzendorf) müssen klären, wer nach dem Einschluss in die Zelle kommen konnte, um den Häftling zu foltern und zu töten. Dann erfahren sie, dass es auch noch einen zweiten Gefangenen gibt, dem Zehennägel fehlen. Reden will der allerdings nicht, seine Tochter und sein Kind werden bedroht. Tatsächlich verschwinden beide auch kurze Zeit später.

Ist der Frankfurter "Tatort" sehenswert?

Ja. Die Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, wird sehr dicht und atmosphärisch erzählt - auch wenn zum Ende hin die Spannung etwas abfällt. Die beklemmende Tristesse im Gefängnis wird gut spürbar. Wer einen schwachen Magen hat, sollte an diesem Sonntag auf das Essen vor dem Fernseher verzichten - die Bilder aus dem Jugendknast sind stellenweise doch sehr unappetitlich. Für den melancholischen Kommissar Steier sind blutende Zehen dieses Mal allerdings nicht das größte Problem.

Letzter Fall für Kunzendorf

Gerade scheint sich der schwer zu ertragende Einzelgänger Steier an seine Kollegin Mey gewöhnt zu haben, kündigt die ihm an, den Job zu wechseln. Mey will an der Polizeischule unterrichten. Nicht der einzige Schicksalsschlag, mit dem der alkoholkranke Kommissar zu kämpfen hat: Sein bester Freund ist todkrank. Nach dem Gute-Laune-Kommissar Stellbrink (Devid Striesow) aus Saarbrücken ein echtes Kontrastprogramm.

(hub/spot)