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"Tatort"-Ermittler nahmen Nachhilfe bei Polizei

Toller Auftakt ins "Tatort"-Jahr 2013. Mit "Machtlos" präsentierte der RBB den Zuschauern einen mitreißenden Fall rund um die Entführung eines kleinen Jungen.

Allen voran die Hauptdarsteller um Edgar Selge als Entführer Uwe Braun sowie die Kommissare Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Aljinovic) zeigten eine starke Leistung. Kein Wunder, schließlich bereiteten sie sich ganz speziell auf diesen Fall vor. Drei Fakten zum "Tatort".

"Tatort"-Ermittler nahmen Nachhilfe

"Machtlos" ist ein ganz besonderer Tatort - mit einer Geschichte, die auch einer besonders intensiven Vorbereitung bedurfte. "Beim Entwickeln der Story war schnell klar, dass wir auf die Mithilfe der Polizei angewiesen sind. Es war sehr wichtig zu erfahren, wie sie in solchen Fällen vorgeht", sagt Drehbuchautor und Regisseur Klaus Krämer. "Eine so enge Zusammenarbeit wie in diesem Fall gab es vorher noch nicht", sagt die Leiterin des Berliner Morddezernats Jutta Porzucek. Die Kommissare Dominik Raacke und Boris Aljinovic unterzogen sich sogar einem fiktiven, zweistündigem Verhör mit echten Beamten.

Klares Statement gegen Selbstjustiz

Obwohl der junge Benjamin Steiner zu verdursten droht, behandeln die Kommissare Ritter und Stark den Entführer wie es das Grundgesetz vorsieht. Sie versorgen ihn mit Nahrung, geben im zu trinken und legen Pausen ein. Trotz der extremen Drucksituation drohen sie dem Täter zu keinem Zeitpunkt mit Gewalt. Ein klares Statement für die Wahrung der Menschenwürde und gegen Gewalt. Schauspieler Boris Aljinovic sagt dazu gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news: "Die Frage ist: Dürfen wir unsere rechsstaatlichen Prinzipien in solchen extremen Momenten aufgeben? Nein. Recht und Gerechtigkeit sind manchmal vielleicht zwei verschiedene Sachen. Aber Selbstjustiz ist ein No-Go."

Vater und Sohn vor der Kamera

Am Ende ist es zwar die Mutter des entführten Jungen, die Uwe Braun zur Aufgabe bewegt, doch bereits vorher kommt es zu einer bewegenden Begegnung zwischen dem Entführer und seinem Sohn Michael Braun (Jakob Walser). Das Kuriose: Die beiden sind auch im echten Leben Vater und Sohn. "Natürlich ist es etwas Besonderes, mit dem eigenen Sohn vor der Kamera zu stehen, und auch noch in den Rollen von Vater und Sohn", sagt Selge. "Die Besetzung spekuliert ja auch sicher auf Ähnlichkeiten im Aussehen und in den Körperhaltungen. Ich habe das sehr gerne gemacht."

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