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Boulevard TV-Ärztin Julia-Maria Köhler: "Ich mag keine Krankenhäuser"
Menschen Boulevard TV-Ärztin Julia-Maria Köhler: "Ich mag keine Krankenhäuser"
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15:21 02.05.2013
Quelle: RTL / Oliver Roth
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Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht Köhler über Krankenhäuser und warum sie hofft, dass es am Donnerstag Abend regnet.

Frau Köhler, heute Abend läuft die Pilotfolge von "Medcrimes - Nebenwirkung Mord". Nervös?

Köhler: Klar, vor allem, weil ich den fertigen Film selber noch nicht gesehen habe. Ich werde ihn mir zuhause auf dem Sofa mit Freunden ansehen und hoffe natürlich, dass er ihnen gefällt.

Noch wichtiger dürfte sein, dass die Quote stimmt. Schließlich entscheidet sich erst danach, ob "Medcrimes" in Serie geht.

Köhler: Ich kann nur hoffen, dass die Leute merken, wie viel Energie wir in unsere Figuren gesteckt haben und der Genre-Mix ankommt. Sollte es anders kommen und die Entscheidung gegen die Serie fallen, wäre es natürlich schade. Aber auch damit werde ich dann umgehen können.

Sie haben mit "Verrückt nach Clara" erlebt, wie es ist, wenn eine Serie wegen schlechter Quoten auf die hinteren Sendeplätze verschoben wird. Haben solche Misserfolge Einfluss auf ihren Ruf als Schauspielerin?

Köhler: Ich nehme das nicht persönlich, wenn ein Produkt nicht funktioniert - zumindest jetzt nicht mehr. 2006 war das noch ein bisschen anders. "Verrückt nach Clara" war damals mein Start in die TV-Welt. Ich fand die Geschichte und die Figuren toll und es tat weh, dass sich keiner dafür interessiert hat. Das hat mich verletzt. Aber mit einigem Abstand kann man das besser verarbeiten. Es gibt viele Faktoren, die darüber entscheiden, ob eine Serie oder ein Film beim Publikum ankommen. Das muss nicht an den Schauspielern oder dem Drehbuch liegen, das kann auch mit dem Zeitpunkt der Ausstrahlung, dem Marketing oder dem Wetter zu tun haben. Insofern hoffe ich, dass es heute Abend regnet (lacht).

Der Quoten-Druck wird zunehmend schlimmer, oder?

Köhler: Ja. Früher wurde noch mehr experimentiert und man hat den Zuschauern Zeit gelassen, bestimmte Sehgewohnheiten zu entwickeln oder zu ändern. Nach der ersten Ausstrahlung werden nie alle Zuschauer jubelnd nach einer Fortsetzung verlangen. Aber es geht nun mal ums Geld, das kann ich auch verstehen. Und diese Entwicklung wird sich auch nicht mehr Rückgängig machen lassen.

Sind Sie in der Position, dass Sie sich aussuchen können, ob Sie lieber Serien-Produktionen oder ArtHouse-Filme machen?

Köhler: Ich muss sicherlich nicht alles nehmen, was reinkommt. Obwohl ich noch nicht den ganz großen Bekanntheitsgrad habe, bekomme ich viele spannende Angebote. Dabei ist es mir egal, ob das eine kleine oder große Produktion ist. Für mich ist wichtig, dass ich von meinem Beruf leben kann. Das ist ein Privileg, das nicht allen Kollegen vergönnt ist.

Sie konnten sich an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig als eine von fünf Frauen unter 800 Bewerberinnen durchsetzen. Sind Sie mit solch einem Talent gesegnet oder haben Ihnen Kontakte weitergeholfen?

Köhler: Sagen wir so: Es ist eine gute Mischung. Ich merke aber schon, dass ich wegen meiner Leistung wahrgenommen werde. Und darauf bin ich dann auch stolz. Aber ohne Kontakte funktioniert es auch nicht.

Ihre Mutter ist Ärztin. Wollten Sie nie in Ihre Fußstapfen treten?

Köhler: Nein, das stand nie zur Debatte. Ich kann ja auch gar kein Blut sehen.

Wie hat sie reagiert, als Sie ihr gesagt haben, dass Sie eine Ärztin spielen?

Köhler: Das fand sie ganz toll. Ich habe mir einige Fachausdrücke erklären lassen und oft mit ihr telefoniert. Ein Bekannter von mir ist auch Arzt und hat mich in einem Krankenhaus herumgeführt und mir viele Dinge gezeigt. Dort habe ich auch gelernt, wie eine Herzdruck-Massage richtig funktioniert. Aber Krankenhäuser mag ich trotzdem nicht.

Welche Serien schauen Sie zur Zeit gerne?

Köhler: Ich bin ein Serienjunky. Derzeit stehen Homeland, Grey's Anatomy und Tatort ganz oben.

Bei Letzterem herrscht gerade eine hohe Fluktuation. Sehen Sie sich schon als Kommissarin ermitteln?

Köhler: Ich würde nicht nein sagen. Wobei auch in einem tollen Format wie dem "Tatort" das Profil der Rolle entscheidend ist. Und jetzt hoffe ich sowieso erstmal, dass ich noch etwas Doktor spielen darf.

(mih/spot)

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