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Supernanny: "Habe gut abgeschlossen"

Die frühere "Super-Nanny" Katia Saalfrank (41) startet heute mit ihrem neuen Sendeformat im Südwestrundfunk (SWR). In der ersten Folge des Doku-Magazins "Expedition Familie" (20.15 Uhr) besucht die Diplom-Pädagogin Mehrgenerationenhäuser und Großfamilien.

Mit der Nachrichtenagentur spot on news sprach die 41-Jährige über ihre neue Sendung.

Frau Saalfrank, Sie kehren heute mit dem Doku-Format "Expedition Familie" auf den Bildschirm zurück. Haben Sie die Arbeit vor der Kamera vermisst?

Für mich standen neben meiner Arbeit in meiner Praxis in diesem Jahr meine Tour "Nein, Mama", das Schreiben meines Buches, welches im März 2013 veröffentlicht wird und natürlich die Entwicklung des neuen Formats im Vordergrund. Es war eine kreative Zeit.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem SWR?

Fritz Frey (Chefredakteur des SWR, Anm. d. Red.) ist Anfang 2012 mit einer Anfrage für den SWR auf mich zukommen. Es waren sehr inhaltliche und gute Gespräche und wir haben uns dann vorgenommen, gemeinsam etwas Neues in Richtung Familie zu entwickeln.

Was hat Sie an dem Konzept von "Expedition Familie" gereizt?

Ich interessiere mich dafür, was an Beziehungsgeflechten in Familien stattfinden. Das ist im Rahmen dieser Sendung möglich. Ich begebe mich zu einem bestimmten Thema oder einer Fragestellung auf eine "Expedition" und besuche Familien, die etwas zum Thema oder der Fragestellung beitragen können. Dabei kann ich meine Erfahrungen als Pädagogin nicht völlig abstreifen, bin aber zunächst nicht mit beratender Hilfestellung im Vordergrund. Dennoch geht es auch darum, die Menschen zu ermutigen und schwierige Beziehungskonstellationen zu analysieren und zu verstehen. Also eher Beziehung, statt Erziehung.

In wieweit unterscheidet sich "Expedition Familie" von ihrer früheren Sendung "Die Super Nanny"?

Im RTL-Format ging es vor allem darum, Familien in der Erziehung mit ihren Kindern zu beraten und mögliche Lösungswege aufzuzeigen. Im SWR-Format wird es eher um Beziehungen zwischen Familienmitgliedern gehen. Aber auch in einem übergeordneten Sinne wird hinterfragt: Welche Rolle spielt Familie in verschiedenen Situationen, was bedeutet uns Familie heute, welche Themen beschäftigen Familien und wie gehen wir als Gesellschaft mit Familie um?

Im Mittelpunkt der ersten Sendung steht das Thema "Alt sein ohne Alleinsein - gibt es das?" - was erwartet die Zuschauer?

Ich gehe verschiedenen Fragen nach: Wie werden wir in Deutschland alt, wie gehen Familien und die Generationen in dieser Situation miteinander um und welche Ängste und welche Sorgen beschäftigen uns? Mit diesen Fragen gehe ich auf eine Expedition und besuche Menschen. Auch das Sterben und der Abschied gehören zu diesem Thema. Es war tatsächlich eine Expedition für mich, die Menschen und das, was wir zusammen erlebt haben, haben mich berührt.

Suchen Sie sich die Themen der Sendung selbst aus, in wieweit können Sie bei der Sendung mitbestimmen?

Wir haben verschiedene Themen in Betracht gezogen und uns dann gemeinsam für dieses Thema entschieden. Es gibt noch einige interessante Themen, die sich aus meiner Sicht für eine "Expedition" eigenen.

Haben Sie noch Kontakt zu den Familien, die sie im Rahmen Ihrer Sendung "Super Nanny" betreut haben?

Ja, zu einigen schon. Das sind einfach langjährige Verbindungen und einige Familien schreiben mir regelmäßig, andere schicken ab und zu mal einen Gruß und erzählen, wie es ihnen geht - auch Bilder von den Kindern bekomme ich noch. Alle Familien haben mich mit ihrer Geschichte und dem, was sie für sich erreicht haben, beeindruckt.

Wie ist Ihr heutiges Verhältnis zum Sender RTL?

Seit einem Jahr ist meine Arbeit im Rahmen von "Die Super Nanny" zu Ende. Ich habe gut abgeschlossen mit allem.

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