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Boulevard Staraufgebot bei "Django Unchained"-Premiere in Berlin
Menschen Boulevard Staraufgebot bei "Django Unchained"-Premiere in Berlin
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21:05 08.01.2013
Quelle: SpotOn
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Jackson.

Er habe eine Abenteuergeschichte erzählen, aber auch zeigen wollen, wie brutal amerikanische Sklavenhalter waren, sagte der Macher von "Pulp Fiction" und "Kill Bill" am Dienstag in Berlin. "Ich konnte aber nicht zeigen, wie schlimm es wirklich war, dann könnte man sich den Film nicht anschauen." Amerika sei für zwei Holocausts in seinem Land verantwortlich, klagte Tarantino an: erst an den indianischen Ureinwohnern, dann an den Schwarzen.

In den USA gebe es wenig Filme über die Sklaverei, "weil Amerika Angst davor hat". Anders als in Deutschland mit Blick auf den Nationalsozialismus wollten sich die Bürger nicht damit auseinandersetzen. Auch in der Schule werde lieber "der Goldrausch" thematisiert.

"Django Unchained", für den Tarantino auch das Drehbuch schrieb, erzählt die Geschichte eines ehemaligen Sklaven auf einem blutigen Rachefeldzug. Der deutschstämmige Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Oscar-Preisträger Waltz) will die mordenden Brittle-Brüder schnappen. Sklave Django (Oscar-Preisträger Foxx) soll ihm dabei helfen, im Gegenzug verspricht ihm Schultz die Freiheit. Nachdem die Brittles gefasst sind und Django ein freier Mann ist, verfolgen die ungleichen Männer gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher der Südstaaten. Djangos größtes Ziel jedoch ist es, auch seine Frau Broomhilda (Washington) von ihrem Sklavenhändler zu befreien.

Erst habe er nur die Geschichte eines Rachefeldzugs erzählen wollen, sagte Tarantino am Dienstag über seine achte und mit 165 Minuten bisher längste Regiearbeit. Dann merkte er jedoch, das reicht nicht, "Django braucht edlere Motive", "nicht nur Blutdurst". Und so kamen die Liebe, eine Frau und deren Befreiung ins Spiel.

Für eine Rolle in seinen Filmen hängt Tarantino nach eigenen Worten die Messlatte relativ niedrig. Als Schauspieler müsse man zwei Punkte erfüllen, um auf seiner Liste zu sein, sagte er. "Ich muss dich mögen, und du musst am Leben sein." Dann aber kann man Stammgast werden. Mit Samuel L. Jackson drehte der Regisseur bereits "Pulp Fiction", "Jackie Brown" und "Kill Bill - Volume 2".

Und schon in "Inglourious Basterds" mimte der in Wien geborene Christoph Waltz einen Deutschen. Für die Rolle des Oberst Hans Lada bekam er 2010 den Oscar als bester Nebendarsteller und machte Hollywood für weitere Angebote wie "The Green Hornet" und "Wasser für die Elefanten" auf sich aufmerksam. "Es kann nicht viel besser werden als das", sagte Waltz über seinen Karriereverlauf und machte keinen Hehl aus seiner Verehrung für Tarantino. Auch an "Django Unchained" habe ihn nicht das Westerngenre fasziniert, sondern das Drehbuch - "und das kam wieder von ihm".

SpotOn

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