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Kino

Spielberg wollte Lincoln "wieder eine Stimme geben"

Der Film "Lincoln" ist ein heißer Kandidat für die Oscars 2013. Steven Spielberg hat bereits in dem Historiendrama "Schindlers Liste" bewiesen, dass er Geschichte schreiben beziehungsweise drehen kann.

In "Lincoln" wagt sich der Regisseur an einen US-Präsidenten heran, der die Sklaverei abgeschafft hat und dafür einen Bürgerkrieg in Kauf nahm. Kein leichter Stoff.

Spielberg setzte sich für diesen Film intensiv mit der amerikanischen Geschichte auseinander. Präsident Lincoln fasziniert den 66-Jährigen aber nicht erst seit seinem Film. "Lincoln interessierte mich schon als Kind. Ich hatte dann ein traumatisches Erlebnis, als mein Onkel mich im Alter von sechs Jahren zum Lincoln-Monument in Washington mitnahm. Mich erschreckte das schiere Ausmaß von Abraham Lincoln, der dort auf seinem Stuhl sitzt. Ich hatte zu große Angst, als dass ich ihm direkt ins Gesicht gesehen hätte", erzählt er im Interview mit der "Welt am Sonntag".

Die Angst vor Lincoln hat Spielberg aber schnell überwunden. "Ich habe dann viel über Lincoln gelesen, mehr als in der Schule vorgeschrieben war. Ich hatte also eine, ich würde es nicht gerade Besessenheit nennen, aber doch eine tiefe Faszination", erzählt Spielberg weiter. Schließlich setzte er seine Begeisterung für Lincoln in einem Film um. "Ich wollte diesem Mann wieder eine Stimme geben", schlussfolgert Spielberg seine Entscheidung, Lincoln auf der Leinwand wiederzubeleben.

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