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So wird der München-"Tatort"

"Der tiefe Schlaf" (Sonntag, ARD) erzählt eigentlich zwei Tragödien. Vorrangig müssen Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) einen brutalen Mädchenmord aufklären.

Doch die hilflosen Versuche des Assistenten, seinen Platz im Team zu finden, sind vor allem zum Schluss hin nicht minder tragisch. Hier die wichtigsten Antworten zum Sonntagskrimi:

Um was geht es in "Der tiefe Schlaf"?

Carla (Anna Willecke) verpasst auf dem Heimweg von der Schule den Bus. Sie geht zu Fuß und steigt zu ihrem Mörder ins Auto. Für diesen Fall bekommen die Münchner Hauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) Verstärkung: Der nervige Technikfreak Gisbert Engelhardt (Fabian Hinrichs) erstellt ein Täterprofil. Aus Carlas letztem Handygespräch will er einen charakteristischen Atmer von ihrem Mörder isoliert haben. Irgendwann nervt Kollege Engelhardt so, dass ihn die beiden Kommissare wegloben wollen. Engelhardt bittet um eine letzte Chance und macht sich allein auf die Jagd nach dem Phantom...

Lohnt es sich, am Sonntag einzuschalten?

Auf jeden Fall, weil der Tatort spannend, unterhaltsam, berührend und überraschend ist. Während seiner verzweifelten Suche nach einem Platz im Team und irgendwie auch im Leben, schleicht sich der anfangs doch eher unsympathische, schlaumeierische junge Mann, Gisbert Engelhardt, erst ins Zentrum der Geschichten und dann fast unbemerkt sogar ins Herz der Kommissare und Zuschauer. Tolle Rolle und beeindruckende Umsetzung des 36-jährigen Hinrichs.

Eines sei auch schon mal verraten: Kollege Engelhardt bleibt den Kommissaren ebenso wenig erhalten wie der Assistent aus dem letzten BR-"Tatort". Und auch Michael Fitz wird ebenfalls nur für eine Folge zurückkehren. Einerseits schade, weil es so nur zwei Identifikationsfiguren in den Sonntagskrimis des Bayerischen Rundfunks gibt, andererseits eröffnen sich die Macher durch die wechselnden Teams immer neue Perspektiven, Konstellationen und Handlungsnebenstränge für Leitmayr und Batic, die immerhin schon seit 1991 gemeinsam ermitteln.

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