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Boulevard So erntet "Farmville" Millionen bei Facebook
Menschen Boulevard So erntet "Farmville" Millionen bei Facebook
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19:18 28.12.2009
Das Spiel Farmville begeistert Millionen.
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VON NORA LYSK

HANNOVER. Sie säen, ernten und ackern, was das Zeug hält: 27,5 Millionen Menschen weltweit betreuen täglich ihre kleine Farm. Nach Tamagotchi & Co. ist das Onlinegame Farmville innerhalb eines dreiviertel Jahres zum erfolgreichsten Betreuungsprojekt im Internet geworden. Die Nutzerzahl übersteigt nach Angaben des Entwickler-Unternehmens Zynga die des Mikroblogging-Dienstes Twitter. Und sogar World of Warcraft zieht nicht so viele Nutzer an, wie die kleine Bauernhofsimulation auf Facebook.

Eine Flagge kostet

Das ist das Geheimnis des von Zynga entwickelten Online-Games, dessen Erfolg vor allem von der untereinander vernetzten Internet-Gemeinde lebt. Gemeinsam mit seinen Facebook-Freunden kümmert man sich um Feld und Hof. Wer seinen Farmville-Nachbarn beim Laubharken hilft, der bekommt extra Punkte fürs nächste Level – und Spielgeld. Das braucht man, um weitere Felder zu bestellen. Das Spiel selbst ist kostenlos. Doch für echtes Cash bietet Zynga mehr: Wer 2,50 Dollar investiert, der kann seine Farm mit Nationalflaggen schmücken, sich Heuwagen kaufen und seiner Kreativität beim Dekorieren freien Lauf lassen.

Teurer geht es natürlich immer. Und für das in San Francisco ansässige Unternehmen lohnt sich der Online-Spaß. Mit Farmville und den vielen weiteren Social Games aus der Zynga-Schmiede, wie Mafia-Wars, Café World oder Poker, verdient Zynga Schätzungen zufolge rund 100 Millionen Dollar pro Jahr. 700 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen und plant eigenen Angaben zufolge, demnächst weitere 300 Stellen zu schaffen. Analysten schätzen den Wert Zyngas auf mehr als eine Milliarde Dollar. Demnächst erhält der globale Marktführer im Bereich Social Games auch noch frisches Geld: Ein Konsortium unter Leitung der russischen Investmentfirma Digital Sky Technologies (DST) will für rund 180 Millionen US-Dollar Anteile des Unternehmens übernehmen.

Diverse Extras

Das Geschäft lohnt sich. Doch woher genau der stetig steigende Umsatz kommt, das beschäftigt mittlerweile sogar die Justiz. Gegen Zynga und Facebook läuft laut Medienberichten eine Sammelklage, eingereicht von der in Californian ansässigen Anwaltskanzlei Kershaw, Cutter & Ratinoff (KCR). Die erhebt den Vorwurf, die beiden Unternehmen hätten Geschäftsmethoden entwickelt, um ahnungslose Spieler auf betrügerische Art und Weise abzuzocken. Laut der Kanzlei liegt die Zahl der Geschädigten bei bereits bei 100.000.

Denn obwohl Spiele wie Farmville kostenlos sind, so lassen sich eben für ein paar Dollar diverse Extras freischalten. Nutzer, die dieses Angebot annahmen, um ihre kleine Farm ein wenig aufzuhübschen, wurden zusätzliche Angebote von Drittanbietern versprochen. Darin versteckten sich allerdings erneut Mehrkosten, und Zynga kassierte ordentlich Provision. Und auch Facebook soll laut Klageschrift Teile seiner Einnahmen über eben solche Provisionen erzielt haben.

Negativ-Schlagzeilen, die zumindest den fleißigen Facebook-Farmern derzeit noch nicht die Laune verderben können. Neuigkeiten werden auf der Fanpage Farmvillefreaks.com ausgetauscht, und Weihnachten saßen viele Hobbyfarmer nicht mit der Familie unterm Tannenbaum, sondern vor ihrem Computerbildschirm und packten virtuelle Geschenke ihrer Farmville-Nachbarn aus. Und Silvester?#Spätestens um 24 Uhr werden sich wohl wieder Millionen Spieler weltweit hinter ihren Rechner klemmen und Facebook starten – denn die Silvester-Specials für ihre virtuellen Bauernhöfe, die kann man jetzt schon auf Youtube bewundern. So hält man die Fangemeinde bei der Stange. Und Farmville könnte auch 2010 zum Online-Erfolg des Jahres werden.

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