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Lifestyle

Skurrile Abnhemmethoden

Noch lassen sich überschüssige Pfunde gut unter dicken Wintermänteln verstecken, doch wenn tatsächlich die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke brechen, geht sie los, die Diät-Saison.

Um auch die letzten Reste von Hüftspeck zugunsten der Bikini-Figur in die ewigen Abgründe zu verbannen, greifen Abnehmfreudige auch gerne zu skurrilen Methoden.

1. Die Steinzeitdiät:

Ganz nach der Devise "Back to the Rutes" basiert die Paläo- oder Steinzeitdiät darauf nur Lebensmittel zu sich zu nehmen, mit denen auch unsere Vorfahren überlebten. Fleisch und Fisch, Nüsse und Obst. Tabu sind jedoch Kohlenhydrate, sprich Nudeln und Brot. Die Idee dahinter ist simpel, schließlich kam der Urzeitmensch auch ohne Konservierungsstoffe klar. Verfechter dieser Abnhem-Methode vertreten die Ansicht, dass unser Körper schlichtweg nicht an diese neuartige Form von Nahrung angepasst ist und sie deshalb überflüssiges Gewicht verursacht. Wissenschaftlich wurde dies allerdings nie belegt. Durch das Hauptnahrungsmittel Fleisch wird dem Körper aber eine überhöhte Dosis an Protein und Energie zugeführt, eine Menge, die für die heutige Gesellschaft eher gefährlich als vorteilhaft ist. Die unnötige Menge an Eiweiß kann zu Gicht, Nierensteinen und Arteriosklerose führen.

2. Die FdH-Diät:

Eine Variante, die wohl jedem bekannt ist. FdH, sprich "Friss die Hälfte" findet Anhänger wie kaum eine andere Methode. Das Prinzip: die Nahrungszufuhr wird ganz einfach halbiert. Statt einer Tafel Schokolade, eben zum abendlichen Fernsehprogramm nur noch eine halbe naschen, statt eines ganzen Apfels, nimmt man eben nur einen halben mit in die Arbeit. Klingt verlockend einfach, ist jedoch alles andere als effektiv. Wer statt einem Teller Nudeln nur einen halben zu sich nimmt, halbiert damit zwar die Kalorien, aber eben auch die Zufuhr an Nährstoffen. Auf Dauer kann das zu Mangelerscheinungen führen. Der Körper signalisiert die Unterversorgung zu stoppen, was wiederum zu Heißhungerattacken und letztendlich zu Gewichtszunahme führt.

3. Die Blumen-Diät:

Dass Blumen nicht nur hübsch anzusehen sind, sondern man sie durchaus auch für Salate verwenden kann, ist nichts Besonderes, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich ausschließlich von Blüten ernähren wollen jedoch durchaus. Aus Kamille macht man Tee, Löwenzahn, Ringelblumen und Co können als Salatbeigabe durchaus ihren Reiz haben. Besonders nahrhaft ist diese einseitige Ernährung jedoch nicht. Die Überdosis an Ballaststoffen kann zu ungemütlichen Verdauungsproblemen führen, außerdem stellt sich nach kurzer Zeit ein Eisen- und Vitaminmangel ein. Wer also gesund abnehmen möchte, sollte von der Blüten-Diät die Finger lassen.

4. Die 24-Stunden-Diät:

Klingt einladend nicht wahr? Zwei Kilogramm in nur einem Tag und diese bleiben auch weg! Diese Diät-Variante ist in der Umsetzung jedoch um einiges komplizierter, als der Name vermuten lässt. Durch maximale Fettverbrennung sollen überschüssige Pfunde quasi über Nacht schmelzen. Dafür ist jedoch ein intensives Sportprogramm und eine eiweißreiche Ernährung nötig. Vor allem das schweißtreibende Ausdauerprogramm, das man während der 24 Stunden durchziehen sollte, treibt viele an ihre Grenzen. Durch den hohen Energieverbrauch wird jedoch auf die Kohlenhydrat-Reserven zurückgegriffen, die Waage zeigt weniger an. Der dauerhafte Erfolg ist umstritten und äußerst fragwürdig. Wer seinem Körper diese Belastung länger als einen Tag zumutet, riskiert zudem dauerhafte gesundheitliche Probleme. Für stark Übergewichtige gilt es vollständig von dieser Methode Abstand zu nehmen.

(jb/spot)


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