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Sind die Sportfreunde Stiller jetzt Spießer geworden?

Die Sportfreunde Stiller sind angekommen, beruflich und privat. In einem Interview mit "Express.de" haben Peter Brugger (40), Rüdiger "Rüde" Linhof (40) und Florian "Flo" Weber (38) jetzt verraten, wie viel Spießer inzwischen in den Indie-Deutschrockern steckt.

Frontmann Peter Brugger definiert den Spießer so: "Wenn man anfängt, Nachbarn wegen Kleinigkeiten anzumachen, wird es schwierig." Das ist bei ihm wohl noch nicht der Fall, aber: "Je älter ich werde, desto mehr komische Zwänge und Vorlieben fallen mir auf. Ich möchte es bequemer haben. Früher war es leichter, in den Tag hineinzuleben", gibt der Sänger und Gitarrist zu.

Für den Bassisten Rüde geht es bei der Definition eher um die lästigen Pflichten: "Spießer sind für mich Leute, die Dinge tun müssen, die sie nicht wollen. Ich muss immer mehr Büroarbeit machen, Steuersachen und so - das ist die Hölle! Solche Aufgaben bereiten mir körperliche Schmerzen." Das mit den Nachbarn aus Brüggers Definition kennt der Musiker aber auch schon: "Neulich habe ich mich darüber geärgert, dass der Hund des Nachbarn auf meinen Stellplatz gemacht hat." Brügger freut sich über das schöne Beispiel: "Dann bist du eindeutig Spießer! Jegliche Kritik an Hunden definiert die."

Auch der dritte im Bunde, Flo Weber, ist inzwischen verheiratet, Vater und dadurch vielleicht milde geworden: "Spießer sind Definitionssache", hält er sich aus der Diskussion heraus.

Für alle, die sich nur für die Musik der drei interessieren, kommt hier der einzig wichtige Fakt: Die neue Platte "New York, Rio, Rosenheim" erscheint Ende Mai.

(ili/spot)