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Boulevard Schulz bekennt sich zu „unfeiner Nahkampftechnik“ - als Fußballer
Menschen Boulevard Schulz bekennt sich zu „unfeiner Nahkampftechnik“ - als Fußballer
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20:30 24.03.2017
Martin Schulz. Quelle: imago
Berlin

„Ein Rüpel war ich nicht. Aber ich war ein harter Abwehrspieler“, sagte er dem Sportmagazin „11 Freunde“ in einem gemeinsamen Interview mit dem Fußballweltmeister von 1954, Horst Eckel. „Prächtige Ballführung kann man bei mir getrost streichen“, räumte Schulz ein.

Er sei „kein ganz einfacher Gegenspieler“ gewesen, habe aber „auch meine eigenen Knochen nie geschont“. Schulz war 1972 mit Rhenania Würselen westdeutscher B-Jugend-Vizemeister geworden und hatte auf eine Fußballerkarriere gehofft, aber sein Körper machte nicht mit - das linke Knie, ein Meniskus und beide Kreuzbänder, wie sich der heute 61-Jährige SPD-Politiker erinnert. Im B-Jugend-Finale verlor sein Verein erst gegen Schalke, weil „unser eigentlich hervorragender Torwart einen Gurkenschuss rein“ ließ.

Sein fußballerisches Idol sei Wolfgang Weber gewesen, in den 60er und 70er Jahren linker Verteidiger beim 1. FC Köln. „Ich war ja damals linker Verteidiger. Und das bin ich im übertragenen Sinne bis heute geblieben“, sagte Schulz im „11-Freunde“-Interview. „Wobei, mittlerweile bin ich linker Angreifer.“

Das Wichtigste, was er aus dem Fußball für die Politik gelernt hat? „Klingt banal, ist aber so: Teamgeist.“ Und: „Selbst wenn man im Wahlkampf 0:2 hinten liegt, ist noch nichts verloren.“ Am Sonntag, bei der Landtagswahl im Saarland, hofft Schulz angesichts des Höhenflugs in den Umfragen allerdings wohl eher auf das 1:0.

Von dpa