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Köchin Sarah Wiener verteilt Gemüsesuppe an Flüchtlinge und Asylsuchende in Berlin.

Köchin Sarah Wiener verteilt Gemüsesuppe an Flüchtlinge und Asylsuchende in Berlin. © Gregor Fischer

Soziales

Sarah Wiener verteilt Gemüsesuppe an Flüchtlinge

Bitte keine Selfies: Eine neue Mitmach-Aktion im Internet soll Flüchtlingen helfen. Fernsehköchin Sarah Wiener verteilt Essen in einer Berliner Notunterkunft. Wen nominiert sie für die "Welcome Challenge"?

Berlin. Dieses Mal ohne Eiswürfel: Eine neue Mitmach-Aktion für den guten Zweck kommt ins Rollen. Die Fernsehköchin Sarah Wiener (52) verteilte am Montag unter der Überschrift "Welcome Challenge" Essen an Flüchtlinge in Berlin.

Ähnlich wie bei der "Ice Bucket Challenge" kann man Kandidaten aufrufen, sich zu engagieren. Hinter der Idee stecke, dass der normale Mensch so wie sie Flüchtlinge einfach willkommen heiße, sagte Wiener der Deutschen Presse-Agentur. Ihr geht es demnach um das Miteinander. Sie findet: "Kein Mensch ist illegal."

Wiener brachte einer Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof 150 Portionen Bio-Gemüsesuppe mit Brot. Die Fernsehköchin machte bei der Willkommens-Aktion mit, nachdem sie der Filmproduzent Michael Simon de Normier ("Der Vorleser") nominiert hatte. Er gehört wie Wieners Restaurantleiter Christian Hamerle zu den Leuten, die im Internet die "Challenge" (Herausforderung) gestartet haben.

Was die Resonanz angeht, sieht die Köchin die Aktion "extrem nüchtern", nicht als Medien-Hype, sondern als politisches Statement. Und selbst falls sich Teilnehmer aus Eitelkeit engagierten: "Am Ende zählt die Tat."

Wiener nominierte den Berliner Justizsenator Thomas Heilmann (CDU), Berlinale-Chef Dieter Kosslick und ihren Kollegen Tim Mälzer, bei der "Welcome Challenge" mitzumachen. Mälzer bekam einen kleinen Seitenhieb: "Der soll mal zeigen, dass er kochen kann."

Im Sommer 2014 hatten sich die Teilnehmer bei der "Ice Bucket Challenge" Eiswasser über den Kopf geschüttet, um auf die seltene Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Es gab damals auch Kritik, dass manche nur aus PR-Gründen mitgemacht hätten.

Die "Welcome Challenge", an der jedermann teilnehmen kann, funktioniert ähnlich wie die Eiswasser-Dusche. Man soll Flüchtlingen durch Sachspenden, Zeitspenden oder "vor allem durch einfache Willkommens-Gesten" helfen, heißt es auf der Facebook-Seite.

Die Aktion soll fotografiert werden - und zwar nicht als Selfie. Dann wird das Bild im Internet mit "#WelcomeChallenge" in den sozialen Netzwerken geteilt. Die dazu aufgerufenen Freunde sollen dann ebenfalls mitmachen.

dpa


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