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Musik

Sarah Connor und ihr authentischer Patzer

Es ist eine große Ehre für einen Sänger die Nationalhymne vor dem Präsidenten singen zu dürfen. Doch ebenso sehr lastet auch ein mächtiger Druck auf den Interpreten.

Sich zu versingen geht schnell. Bei Obamas Vereidigung wollte Beyoncé ("Halo", 31) deswegen scheinbar auf Nummer sich gehen und sang angeblich Playback. Dieser gefürchtete Textpatzer ist der deutschen Sängerin Sarah Connor ("From Sarah with Love", 32) bereits passiert - bei dem Eröffnungsspiel in der Allianz-Arena. Statt "Blüh im Glanze dieses Glückes" sang sie "Brüh".

Darüber zerrissen sich viele Medien die Mäuler. "Es ist halt passiert. Das Leben geht weiter, man muss auch über sich selber lachen können", sagte Connor jetzt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Die 32-Jährige selbst singt seither nur noch mit Notenständer, aber niemals Playback, wie angeblich Beyoncé jetzt. "Das ist natürlich ärgerlich für Beyoncé, dass das jetzt rausgekommen ist. [...] sie stand mächtig unter Druck. Gerade für die Amerikaner ist die Nationalhymne ja das Allerheiligste."

Auf die Frage, ob Connor noch einmal ein Angebot annehmen würde, bei dem sie die Nationalhymne singen müsste, antwortet sie: "Das Angebot hatte ich schon einige Male. Ich habe immer lachend abgelehnt." Sarah Connor nimmt ihren Textpatzer also mit Humor - das ist authentisch.

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