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Boulevard Santiano: "Wir geben immer Vollgas!"
Menschen Boulevard Santiano: "Wir geben immer Vollgas!"
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19:23 15.05.2013
Quelle: Michael Mey
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Mit dem letzte Woche erschienenen zweiten Album "Mit den Gezeiten" bleibt Santiano weiter auf Erfolgskurs. Die Nachrichtenagentur spot on news hat einen Landgang genutzt und sich mit Timsen Hinrichsen (Gesang, Gitarre, Bass, Drums) unterhalten.

Sie kommen frisch von der "Metal Cruise", einer Kreuzfahrt, auf der sonst hauptsächlich Metalbands spielten. Wie war es da so?

Timsen Hinrichsen: Das war wieder total super, klasse Stimmung! Alle haben voll mitgemacht und mitgesungen. Die Metalfreunde finden uns anscheinend immer noch nett. Nach der Erfahrung in Wacken vergangenes Jahr war das nochmal eine Bestätigung. Das ist einfach ein super Feeling.

Sie wirken begeistert von diesen Metalevents. Ist das ein großer Unterschied zu den normalen Shows?

Hinrichsen: Das Publikum unterscheidet sich natürlich, aber für uns ist das kein Unterschied. Wir geben vor jedem Publikum alles. Die Reaktionen sind vielleicht ein bisschen unterschiedlich. In der bestuhlten Stadthalle vor 2000 Leuten, da dauert es vielleicht etwas länger, bis die Leute sich so richtig aufraffen, aber ansonsten ist es für uns das Gleiche. Wir geben immer Vollgas und versuchen immer, den Leuten alles anzubieten. Was sie daraus machen, ist deren Sache. Bisher war es auch immer so, dass die Leute das angenommen und mit uns ein paar Stunden schön gefeiert haben. Grundsätzlich haben wir natürlich Respekt vor jedem Publikum. Wir spielen Musik, die nicht nur zum abfeiern und ausrasten einlädt, sondern, wenn man mal zwischen den Zeilen hört, gibt's auch einiges zum nachdenken, einiges, was man gut mit nach Hause nehmen kann, wo man vielleicht ein bisschen was draus lernen kann, oder wo man sich einfach nur drüber freuen kann.

Kann es sein, dass Sie mit Santiano gerade in der heutigen Zeit besondere Sehnsüchte ansprechen?

Hinrichsen: Wir bekommen oft die Frage gestellt, was wir wohl glauben, warum das so gut ankommt. Da sind wir ziemlich sicher der Meinung, dass das einfach gut in die Zeit passt, weil viele Menschen sich das auch wünschen: Zusammenhalt. Der eine hilft dem anderen, der Starke dem Schwachen, der Gesunde dem Kranken. Wir glauben, dass die Leute sich wieder danach sehnen, mehr eine gesellschaftliche Geborgenheit zu spüren. Deshalb, können wir uns vorstellen, dass die Leute so auf uns abfahren, und das klasse finden, was wir machen.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Unterschiede zwischen Ihrem neuen Album "Mit den Gezeiten" und seinem Vorgänger?

Hinrichsen: Da bleiben wir uns als Santiano treu. Wir haben uns aber keinen Druck gemacht, das alte Album kopieren zu wollen. Sondern wir haben gesagt, wir machen wieder Songs, so wie sie uns nach der Nase wachsen. Wir covern Songs, auf die wir Bock haben, wir lassen uns da nicht irgendwie in eine Ecke drücken. Der Unterschied ist, dass diese Platte ein bisschen mehr Wucht in den Sounds hat. Hier und da ist ein bisschen mehr E-Gitarre. Wir umschreiben das gerne so, dass die vorige Platte vielleicht mit Windstärke drei gesegelt ist. Diese hat Windstärke sechs. Aber vom Grundsatz her ist es Santiano geblieben.

Haben da vielleicht Ihre Metal-Erlebnisse Spuren hinterlassen?

Hinrichsen: Das nicht, aber wir haben vergangenes Jahr während der Livekonzerte bemerkt, dass die Leute diese kräftigere Darstellung der Musik gut hinnehmen, und richtig Bock drauf haben, dass wir live eben auch viel Druck machen und es hier und da ein bisschen härter klingt. Das war schon eine gute Erfahrung, die wir über die Livekonzerte gemacht haben.

Sie sind ja alles erfahrene Musiker. Was haben Sie vor Santiano gemacht, in welchen Genres waren Sie aktiv?

Hinrichsen: Wir haben alle verschiedenste Projekte gemacht. Pete Sage ist ja ein alter Fiddler, der schon mit Westernhagen gespielt hat, Mike Oldfield, Torfrock und so weiter. Björn Both hatte seine Soloprojekte, Axel Stosberg hatte den Kalender voll mit Schauspiel-Aufträgen und Engagements. Andreas Fahnert hat viel geschrieben für die "Werner"-Filme und auch für andere Leute komponiert. Ich hab immer ganz viel plattdeutsche Musik gemacht, zuletzt 12, 13 Jahre zusammen mit meinem Bruder als Duo "Timsen un Lui". Da haben wir Plattdeutsch gesungen und auch viele Seemannslieder.

Es war ja doch ein recht großer Schritt, mit Santiano dann auf einmal so groß rauszukommen. Wie war das für Sie?

Hinrichsen: Das war schon ein Riesenschritt. Das ist auch alles ein bisschen was anderes, in dieser Liga haben wir uns natürlich vorher alle nicht bewegt. Das Musikerleben ist jetzt natürlich ein anderes. Nicht nur am Wochenende spielt man mal eben ein paar Gigs und fährt wieder nach Hause, oder man macht eine kleine Tour von einer Woche. Wir sind wesentlich mehr von zu Hause weg, und wir sind wesentlich mehr in der Öffentlichkeit. Das fühlt sich schon alles ein bisschen anders an - und macht tierisch Spaß!

(kd/spot)

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