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Cliff Richard

Cliff Richard© dpa

Justiz

Sänger Cliff Richard zieht gegen BBC vor Gericht

Die britische Rocklegende Cliff Richard ist gegen die BBC vor Gericht gezogen.

London. Richard hatte den öffentlich-rechtlichen Sender verklagt, weil er Aufnahmen einer polizeilichen Durchsuchung seines Hauses ausgestrahlt hatte. Am Donnerstag begann im High Court in London der Prozess.

Die umstrittenen Aufnahmen entstanden bereits im Jahr 2014, als die Polizei wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs gegen den heute 77-jährigen Sänger ermittelte und sein Haus durchsuchte. Richard wurde nie eines Verbrechens angeklagt.

Die Ausstrahlung der BBC-Aufnahmen von der Hausdurchsuchung hätten Richards Ruf geschädigt, hieß es in der Klage. Die BBC habe ihre Kameras genutzt, um das Haus des Sängers „auszuspionieren“, sagte sein Anwalt Justin Rushbrooke. „Das Gefühl von Panik und Ohnmacht“, das Richard angesichts der öffentlich bekanntgemachten Anschuldigungen erlebt habe, sei nur schwer zu beschreiben, fügte er hinzu.

Die BBC kündigte eine „energische“ Gegendarstellung an.

Von Johanna Heide