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© Jeff Daly/Invision/AP

Musik

Rod Stewart: "Ich bin Dienstleister"

Er ist waschechter Londoner, Schürzenjäger mit acht Kindern von fünf Frauen und mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern eines der erfolgreichsten Reibeisen der Welt.

Die Rede ist vom "Profi für emotionale Orkane", wie Rod Stewart (68) sich in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" nennt. Anlass ist sein neues Album "Time", das am 3. Mai erscheint und nach 20 Jahren Schreibblockade wie eine Befreiung für ihn zu wirken scheint. "Arbeit ist ein Grundbedürfnis, essenziell für die innere Balance", sagt Stewart.

Dass er es schließlich doch geschafft hat, gegen die inneren Widerstände eine gute Scheibe mit neuen, selbstgeschriebenen Songs zu produzieren, "dass muss auch am Alter liegen. Ja, ich bin wohl alt", stellt der Rockveteran unumwunden fest. Und noch eine Sache, die sich mit dem Alter eingestellt hat: "Es gab eine Zeit, in der mein Leben entgleist ist, in der ich zu einer Parodie meiner selbst wurde, nur noch Geld verdienen wollte und mich für Gottes Geschenk an die Frauen hielt".

Aber heute weiß der Mann, der bei dem schottischen Fußball-Verein Celtic Glasgow einen Sitzplatz auf Lebenszeit hat: "Ich bin ein Dienstleister, meine Fans zahlen Eintritt, um mich Songs singen zu hören, die ihnen etwas bedeuten. Wer wäre ich, wenn ich da geschmacklich auf einige Bestseller verzichten würde, nur weil sie mir nicht mehr gefallen?" Gute Einstellung.

(mpr/spot)