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Reich, berühmt - depressiv

Sie sind beruflich erfolgreich, brauchen sich keine Sorgen um Geld zu machen, leben in glücklichen Beziehungen - und sind doch oft todtraurig. Depression kann jeden treffen - ob Normalbürger oder eben auch Promi.

Gesellschaftlicher Status und finanzielle Situation spielen keine Rolle. Aktuelles Beispiel ist die Ehefrau von Hollywood-Legende Clint Eastwood (82). Dina (47) soll sich vor Kurzem selbst in eine Rehabilitationsklinik eingewiesen haben, berichtet das US-Portal "TMZ". Sie leide demnach schon seit geraumer Zeit an Depressionen und ernst zu nehmenden Angstattacken.

Sie ist kein Einzelfall in Hollywood: Auch Oscar-Preisträger Dustin Hoffman (75) bekannte kürzlich via "Bild"-Zeitung: "Ja, ich hatte schwere Depressionen - und das ist ein großer Schmerz. Man verliert die Lebenskraft, die Depression blockiert dich, sie ist das Leid des Lebens und manchmal verliert man den Kampf." Mittlerweile habe er seine Ängste zwar im Griff, doch eine endgültige Heilung ist selten der Fall. Weitere prominente Beispiele sind Nicole Kidman, Angelina Jolie, Halle Berry und Anne Hathaway.

Auch Kirsten Dunst (30) hat Erfahrungen mit Depressionen gemacht. "Ich glaube, es ist normal, zeitweise unter irgendeiner Form von Depression zu leiden", sagte sie der kanadischen Zeitschrift "Flare". Dunst wolle sich dafür einsetzen, dass das Thema in der Öffentlichkeit mehr zur Sprache kommt und Betroffene sich nicht länger für ihre Krankheit schämen. Denn genau das ist die große Gefahr der Krankheit: Depressionen sind immer noch ein Tabu-Thema, ob in der Alltagswelt oder in Hollywood. Die meisten Betroffenen verschweigen ihre Probleme, gestehen sie sich nicht einmal selbst ein - und geraten somit in einen Teufelskreis.

Derzeit sind rund fünf Prozent der Bevölkerung im Alter von 18-65 Jahren in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt. Das sind über drei Millionen Menschen. Die Ursachen sind zahlreich. Stress in der Arbeit oder der Druck, sein Leben erfolgreich gestalten zu müssen, zählen zu den häufigsten Auslösern. Gefährlich wird es, wenn man sich persönlich von den Zwängen herunterziehen lässt und anfängt, an sich selbst und seinen Lebensvorstellungen zu zweifeln. Spätestens dann sollte man sich Hilfe holen - ob Promi oder nicht.

(mih/spot)