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Musik

Rea Garvey bringt München zum Beben

Dass er das Publikum nicht nur als Frontsänger der Rockband Reamonn in seinen Bann ziehen kann, bewies Rea Garvey am Samstag in der Münchener Szenehalle Zenith.

Im Rahmen seiner "Can't Stand The Silence"-Tour durch 13 deutsche Städte präsentierte der 39-jährige Ire nicht nur Solohits, sondern holte sich auch prominente Unterstützung.

So trat neben Reas Landsmann Ryan Sheridan auch der letztjährige "Voice of Germany"-Gewinner Nick Howard als Überraschungsgast auf. Zu seiner Sieges-Single "Unbreakable" aus der zweiten Staffel der Erfolgscastingshow glänzten der Brite und seine Gitarre mit zwei weiteren Schmusesongs.

Kontrast dazu: Reas aktueller Charthit "Wild Love", mit dem er die Feuerzeuge ganz schnell zurück in die Taschen beförderte und die Stimmung in der nahezu ausverkauften Konzerthalle auf Hochtouren brachte. Mit der aufwendigen Lichterkulisse bewies der "Voice of Germany"-Juror außerdem, dass er nicht nur singen kann, sondern auch ein überzeugender Performer ist. Freimütig erzählte er seinen Fans, wie stolz er auch auf Reamonn sei und zollte seinen ehemaligen Kollegen mit dem Bandsong "Through The Eyes Of A Child" Respekt.

Nach weiteren Hits wie "Colour Me In" bat der Ire dann die Schweizer Soulsängerin Stefanie Heinzmann auf die Bühne. Mit ihrer rauen Stimme, mit der sie schon in Stefan Raabs "TV-Total" punktete, sang sie Rea in Grund und Boden: "Neben so einer Bombenstimme traue ich mich ja selbst gar nicht mehr auf die Bühne", gestand der Musiker sogar selbst.

Gegen Ende schlug der Rocksänger ruhigere Töne an. Die Stimmung bekam fast schon etwas Philosophisches, als er mit "Follow Your Heart" und einer kurzen Rede dazu aufforderte, auf sein Herz zu hören. Sein "Jeder braucht Werte"-Appell passte nicht ganz zum aufgeheizten Ambiente, transportierte aber die Message, die der Vater einer Tochter auch in seinen Liedern übermitteln will.

"This Is The End Of The Show" bildete - Überraschung - das Ende der Show, die aber natürlich nicht ohne eine ordentliche Zugabe schloss. Bei der Wiederholung von "Wild Love" schossen die Hände ein letztes Mal in die Höhe und Rea entließ sein altersmäßig bunt gemischtes Publikum in Hochstimmung.

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