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Mit dem «Zug der Liebe» demonstrieren junge Menschen für mehr Toleranz und Miteinander in der Gesellschaft.

Mit dem «Zug der Liebe» demonstrieren junge Menschen für mehr Toleranz und Miteinander in der Gesellschaft. © Maurizio Gambarini

Musik

Raver tanzen beim "Zug der Liebe" durch Berlin

Peace-Zeichen, laute Bässe und strahlende Gesichter: Der zweite "Zug der Liebe" hat Tausende Technofans auf die Straße gelockt. Sie demonstrierten für mehr Toleranz und "Liebe für Alle" - und wollen keine zweite "Loveparade" sein.

Berlin. Rund zehntausend Menschen haben am Samstag am Technofest "Zug der Liebe" teilgenommen und sind bei Sonnenschein durch Berlin gezogen. Gestartet war der Zug mit rund 1100 Teilnehmern. Nach und nach seien immer mehr Menschen dazugekommen, sagte ein Polizeisprecher.

Am späten Nachmittag seien es etwa 10 000 Technofans gewesen. Die Teilnehmer tanzten zu wummernden Bässen elektronischer Musik. Manche waren fantasievoll verkleidet, viele hielten Schilder mit aufgemalten Herzen und der Aufschrift "Liebe für Alle" hoch. Der Veranstalter hatte 50 000 Teilnehmer angemeldet.

Die Teilnehmer wollten für mehr Toleranz und Miteinander in der Gesellschaft werben. Der Zug sollte ein Zeichen gegen Rechtspopulismus setzen und für ein tolerantes Miteinander ohne Rassismus und Rechtsextremismus werben.

Laut Veranstalter handelt es sich beim "Zug der Liebe" nicht um eine Neuauflage der Loveparade, sondern um eine politische Demonstration. Man wolle für Themen einstehen. Weder Parteien noch Religionen wolle man eine Plattform bieten, es gebe ein Werbe- und Sponsorenverbot. Daher sei der Zug auch ausschließlich durch private Spenden finanziert.

Mehr als 35 Vereine und Wagen, darunter der Verein "Technotürken" und das Label "Großstadtvögel" hatten ihre Teilnahme angekündigt, um die Stadt mit Elektro-Musik zu beschallen.

Die Loveparade - einst von DJ Dr. Motte (Matthias Roeingh) gegründet - hatte ihre Hochzeiten in den 90er Jahren. 1999 zählten die Veranstalter 1,5 Millionen Besucher in Berlin. Später wanderte das Technofest ins Ruhrgebiet ab, wo es 2010 in Duisburg zu einer Massenpanik mit vielen Toten und Verletzten kam - die Katastrophe markierte das Aus für die Loveparade.

dpa


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