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Promi-Anwalt: "Wulffs wollen keinen Rosenkrieg"

Bei Prominenten liegt die Scheidungsrate bei fast 80 Prozent im Vergleich zum Normalbürger, somit war es im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit, bis sich auch das ehemalige Bundespräsidentenpaar Christian und Bettina Wulff trennen würden.

Was es mit der entsprechenden Trennungsvereinbarung auf sich hat, erklärt Promi-Scheidungsanwalt Hermann Messmer der Nachrichtenagentur spot on news.

Was bedeutet es, dass Christian und Bettina Wulff eine Trennungsvereinbarung unterzeichnet haben?

Ganz gleich, wie man das Ding nennt oder was da drinsteht, wenn eine Trennungs- oder Scheidungsvereinbarung vorliegt, dann ist es ein erstes positives Zeichen dafür, dass es den beiden gelungen ist, einen Rosenkrieg zu vermeiden. Offenbar besteht aber ein beiderseitiges Interesse, dass zu den Dingen, die schon in der Öffentlichkeit herumgegeistert sind, keine weiteren Details hinzukommen.

Was regelt eine Trennungsvereinbarung?

In der Trennungsvereinbarung einigt man sich darüber, wie die Trennungszeit verlaufen soll. Darin wird geregelt der Unterhalt, wer wo wohnt, wann und wie oft der Vater oder die Mutter das Kind sehen darf. Das sind die Regelungen, die bis zur Scheidung gelten. Manchmal steht auch drin "im Falle der Scheidung gilt die Regelung weiter". Vielleicht wollen sie sich aber auch gar nicht scheiden lassen.

Welche Rolle spielt es denn, dass es bei den Wulffs auch um das Ehrensold eines ehemaligen Bundespräsidenten geht?

Dass es ein Ehrensold ist, ist egal. Das ist halt sein Einkommen und das spielt bei einer möglichen Scheidung für die Unterhaltsfrage natürlich eine entscheidende Rolle. Eine spannende Frage ist die nach den Altersanwartschaften im Falle einer Scheidung und wann diese Altersversorgung an Bettina Wulff ausgezahlt wird. Das hat aber mit dem heutigen Stand, der Trennung, nichts zu tun. Vielleicht verzichtet sie auch und er gibt ihr dafür das Haus.

Bekannt gegeben haben die Wulffs, dass sie sich "in Freundschaft und Zuneigung und mit Respekt und Achtung" getrennt haben. Was schätzen Sie denn, wer den Schlussstrich gezogen hat?

Obwohl man immer eher das Gefühl hatte, dass sie in dieser Ehe dominiert, glaube ich, dass er den Schlussstrich gezogen hat. Vielleicht sogar nicht zuletzt wegen ihres Buches, das wahrscheinlich nicht gerade ehefördernd war.

Dass das vergangene Jahr zu belastend war, kann man sich aber auch vorstellen, oder?

Ja, sicher. Wer weiß, was hinter den Kulissen alles war. Dann kommen die Vorwürfe: "Du wolltest doch den Urlaub da machen" oder "du wolltest doch unbedingt nach München zu diesem Filmball" und so weiter. In der ganz schweren Zeit hält man dann noch zusammen, aber rückblickend sind die Wunden wahrscheinlich zu groß.

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