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Pornoseiten kein Grund zur Kündigung

Wer am Arbeitsplatz trotz eines Verbots vom Chef privat im Internet surft, darf nicht in jedem Fall gekündigt werden. Zumindest bei Mitarbeitern, die seit Jahren "beanstandungsfrei" gearbeitet hätten, sei eine Abmahnung ausreichend und erforderlich, entschied das Bundesarbeitsgericht.

In dem Fall hatte der Kläger innerhalb eines Monats wiederholt Pornoseiten im Internet aufgerufen. Daraufhin bekam er die Kündigung mit der Begründung, dass jegliche private Internetnutzung im Betrieb verboten war.

Laut Urteil war allerdings allein das Herunterladen pornografischer Bilder kein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung. Vielmehr hätte der Arbeitgeber eine Abmahnung aussprechen und dem Kläger damit die Chance geben müssen, sein Verhalten zu ändern.

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