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Boulevard Polanski: Bis Freitag Haft – dann Haussarrest
Menschen Boulevard Polanski: Bis Freitag Haft – dann Haussarrest
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17:30 01.12.2009
In diesem Chalet in der Schweiz wird Roman Polanski ab Freitag seinen Hausarrest verbringen. Quelle: AFP

Bern. Frühestens dann sei mit einer Überstellung des Oscar-Preisträgers in den Hausarrest in seinem Chalet in Gstaad zu rechnen, sagte ein Sprecher der Bundesamtes für Justiz, Folco Galli, am Dienstag auf ddp-Anfrage. Hintergrund sei die nach wie vor ausstehende Überweisung der Kaution in Höhe von umgerechnet rund drei Millionen Euro. „Es dauert einfach seine Zeit, bis eine solche Summe von Frankreich in die Schweiz überwiesen ist“, erklärte er. Eine Entlassung vor Eingang des Geldes komme wegen der Fluchtgefahr nicht in Frage.

Der terminliche Rahmen wurde von den Behörden auch deswegen öffentlich gemacht, weil zahlreiche Medienvertreter im Freien bereits auf die Haftentlassung Polanskis gewartet hatten. „Wir wollen die Leute ja nicht unnötig herumstehen lassen“, sagte Galli.

Das Bundesstrafgericht der Schweiz hatte in der vergangenen Woche entschieden, dass Polanski gegen eine Kaution in Höhe von 4,5 Millionen Schweizer Franken in elektronisch überwachten Hausarrest kommen darf. Das Justizministerium kündigte am Tag darauf an, dass es die Entscheidung nicht anfechten werde. Zu den weiteren Auflagen des Gerichts zählte, dass der Regisseur alle Ausweispapiere abgeben muss. Sein Chalet darf er nicht verlassen. Die Vorbereitungen für die elektronische Überwachung seien im Gange, sagte Galli. Aktiviert werde sie aber erst, wenn Polanski in seinem Chalet ankomme.

Der Filmemacher („Der Pianist“) war Ende September auf Basis eines US-Haftbefehls in Zürich festgenommen worden. Hintergrund für die Verhaftung ist ein seit den 70er Jahren anhängiges Verfahren wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen. Der Regisseur hatte sich 1978 schuldig bekannt, mit einer 13-Jährigen Sex gehabt zu haben. Ihm wurde auch vorgeworfen, das Mädchen im Haus des Schauspielers Jack Nicholson unter Drogen gesetzt zu haben. Aus Furcht vor einer Gefängnisstrafe war er nach England und schließlich nach Frankreich geflohen. In der Schweiz hatte er sich dagegen wiederholt aufgehalten. Ende Oktober hatten die USA bei der Schweiz die Auslieferung Polanskis beantragt. Eine Entscheidung steht noch aus.

Unterdessen wurde am Dienstag der deutsche Starttermin für Polanskis neuen Film mitgeteilt. „Ghostwriter“ läuft nach Angaben des Verleihs Kinowelt am 18. Februar an. Der Thriller mit Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Olivia Williams und Kim Cattrall in den Hauptrollen basiert auf dem Bestseller von Robert Harris („Vaterland“). Die deutsch-französisch-britische Koproduktion entstand auf den Inseln Sylt und Usedom sowie in Berlin und in den Babelsberger Studios.

ddp

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