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Musik

Pink Floyd und andere Bestseller: Die besten Alben aller Zeiten

Unter den Megasellern des Musikgeschäfts nimmt Pink Floyds "The Dark Side Of The Moon", das heute vor genau vierzig Jahren Goldstatus erreichte, als ältestes Album immer noch den dritten Platz ein.

Die Liste der Königsklasse bilden Longplayer, die über 40 Millionen mal über die Ladentheke gegangen sind. Davon gibt es bisher nur neun Stück - und seit über 15 Jahren ist keine Scheibe mehr in diese Dimensionen vorgestoßen.

Denn das jüngste Album in der Liste ist "Come On Over" vom kanadischen Country-Pop-Star Shania Twain aus dem Erscheinungsjahr 1997. Mit etwa 40 Millionen Verkäufen nimmt es den neunten Platz ein und ist das erfolgreichste Studioalbum einer Künstlerin.

Auf Platz sieben und acht sitzen mit ebenfalls je etwa 40 Millionen verkauften Einheiten die Rockband Fleetwood Mac mit ihrem Album "Rumours" und die Bee Gees mit dem Discoklassiker "Saturday Night Fever", dem Soundtrack des Filmhits mit John Travolta. Beide Scheiben sind 1977 erschienen.

Die Eagles halten mit "Their Greatest Hits (1971-1975)" den sechsten Platz. Diese "Best Of" sollte 1976 eigentlich nur die Zeit zum nächsten Album überbrücken, doch die Fans der Country-Rocker waren und sind so scharf auf die Hitsingles dieser Zeit, dass die Compilation mit bisher etwa 42 Millionen Kopien die meistverkaufte Platte der Band wurde.

Sänger Meat Loaf und Komponist Jim Steinman hatten lange Zeit Probleme, eine Plattenfirma für ihre Rockoper "Bat Out Of Hell" zu finden. Über einen Zeitraum von zwei Jahren ernteten sie eine Absage nach der anderen, bis das Werk 1977 erscheinen konnte. Der Erfolg gab ihnen schließlich Recht: Das Album verkaufte sich über 43 Millionen mal, zwei Fortsetzungen wurden produziert.

"Bodyguard" mit Whitney Houston und Kevin Costner war einer der Blockbuster 1992. Die Filmmusik mit der von Houston gesungenen Hitsingle "I Will Always Love You", einem Dolly-Parton-Cover, erwies sich als noch langlebiger und ist mit 45 Millionen Verkäufen bis heute das erfolgreichste Soundtrackalbum.

Auf Platz drei dann Pink Floyd: Die weltweiten Verkäufe von "The Dark Side Of The Moon" werden auf gut 50 Millionen geschätzt. Bei den Kritikern kam das Album 1973 übrigens zunächst nicht besonders gut an, da es trotz düsterer Themen wie Tod, Ängsten und Wahnsinn wesentlich poppiger und eingängiger daherkam, als seine avantgardistischen Vorgänger.

Bei den Fans war es dafür um so beliebter: Zwar verbrachte es damals zunächst nur eine Woche auf Platz 1, hielt sich jedoch insgesamt 741 Wochen in den US-Billboard-Charts. Mit Einführung der "Top Pop Catalog Albums"-Kategorie 1991 tauchte "The Dark Side Of The Moon" dort wieder auf und hält mit zusammengerechnet 1600 Wochen den Rekord des am längsten chartnotierten Albums der Musikgeschichte. Das Interesse ist ungebrochen, eine Neuauflage im SACD-Format schaffte es etwa zum Jubiläum 2003 mit 800.000 Exemplaren wieder auf den ersten Platz der US-Charts.

Das zweiterfolgreichste Album aller Zeiten ist "Back In Black" der australischen Hardrocker AC/DC. Durch das in Schwarz gehaltene Cover drückt die Band ihre Trauer um den erst ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung 1980 verstorbenen Sänger Bon Scott aus. Mit dessen Nachfolger Brian Johnson blickte die Band etwas unsicher in die Zukunft, doch die Zweifel konnten schnell zerstreut werden: "Back In Black" schlug ein wie eine Bombe und setzte über 50 Millionen Exemplare ab.

Auf dem ersten Platz thront unangefochten der "King Of Pop": Einigen Schätzungen zufolge wurde Michael Jacksons "Thriller" weltweit unglaubliche 110 Millionen mal verkauft. Das Album setzte in jeder Hinsicht Maßstäbe, etwa auch durch das revolutionäre Musikvideo zum Titelsong, und beeinflusst junge Popkünstler auf der ganzen Welt bis heute. Nach seiner Veröffentlichung 1982 hielt es sich 37 Wochen auf Platz 1 der Billboard-Charts und insgesamt ein volles Jahr in den Top Ten. Sehr gut schnitt 2008 die Jubiläumsversion "Thriller 25" ab, auch Jacksons Tod 2009 heizte die Verkäufe ordentlich an. Mit Songs von "Thriller" wurde er posthum zum ersten Künstler, der in einer Woche über eine Million Downloads verkaufte.

(kd/spot)