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© twitter.com/TheOliverStone

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Oliver Stone: "Julian Assange braucht Unterstützung"

Wer sich für politisch brisanten Filmstoff interessiert, kommt an US-Regisseur Oliver Stone (66, "Platoon") nicht vorbei. Und nachdem sich der gebürtige New Yorker jetzt mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange (41, "The War You Don't See") getroffen hat, kann man auf einen Streifen von dem Großmeister über die unglaubliche Geschichte der Enthüllungsplattform hoffen.

Das Gespräch fand in der ecuadorianischen Botschaft in London statt, in der sich Assange seit Juni 2012 aufhält, um einer Auslieferung an Schweden und die USA zu entgehen.

Nach dem Treffen twittert der vielfach ausgezeichnete Filmemacher neben einem Foto auch seine Eindrücke von der Begegnung, die er zwar als "hoffnungsvoll" bezeichnet, aber auch als "einen traurigen Anlass, bei dem Julian mir nicht aus der Tür folgen konnte. Mit großer Bescheidenheit und Disziplin lebt er in einem winzigen Zimmer". Und kann den Beistand namhafter Größen gut gebrauchen: "Ich glaube, dass die meisten Leute in den USA nicht realisieren, wie wichtig WikiLeaks ist und warum Julians Fall Unterstützung braucht."

Keine große Hilfe ist die im Laufe dieses Jahres erscheinende Dokumentation "We Steal Secrets" und der Spielfilm "The Fifth Estate", die Stone in seinem Twitter-Eintrag deshalb auch kritisiert. Außerdem erteilt der dreifache Oscar-Preisträger den Anklage erhebenden US-Behörden einen kräftigen Seitenhieb: "Julian Assange hat viel für das Recht auf freie Meinungsäußerung getan und wird jetzt von denen zum Opfer gemacht, die dieses Konzept missbrauchen."

(mpr/spot)