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Musik

Nick Howard: "Ich will ich selbst bleiben"

Ein Brite als Stimme Deutschlands? "The Voice of Germany"-Gewinner Nick Howard kann es selbst kaum fassen: "Die Deutschen haben mir meinem Traum erfüllt", erzählt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Vor seinem Durchbruch bei der Castingshow war der 30-Jährige jahrelang als Independent-Musiker unterwegs, kämpfte um jeden Fan. Er lebte in London und New York, wo er in Pubs manchmal nur vor fünf Leuten spielte. Doch dann kam Deutschland.

Das erste Mal war Howard 2010 als Support-Act für Boyce Avenue in Deutschland - und hatte gleich ein gutes Gefühl für sein Publikum: "Ich weiß noch wie ich dachte ,Wow, diese Verbindung ist wirklich anders als in UK oder den USA.' Ich hatte in anderen Ländern auch schon Erfolg - aber nirgendwo so sehr wie in Deutschland. Hier ist Musik noch Musik."

Die Fanbase war für den Singer/Songwriter also schnell gefunden - das außergewöhnliche Konzept der Castingshow "The Voice of Germany" lockte den sympathischen Briten schließlich ins Fernsehen: "Ich mag es, dass sie wirklich Musiker casten und nicht nur Sänger. Sie erlauben es einem, sich treu zu bleiben." Auch wenn er in seinem Leben schon über 500 Konzerte gespielt hatte, war die Nervosität bei seinen TV-Auftritten groß: "Ich war sehr aufgeregt. Das Schwerste war, nicht an die fünf Millionen Leute vor den Fernsehgeräten zu denken, sondern nur für die 500 Leute im Studio zu spielen." Mit dem Finale der Show, bei dem Robbie Williams und Emeli Sandé zu Gast waren, ging für ihn ein Traum in Erfüllung: "Ich fühlte mich wie ein kleines Kind. Eines meiner ersten Konzerte war Robbie Williams!"

Auf seine künstlerische Freiheit legt er nach wie vor sehr viel Wert, auch auf dem diesen Freitag erscheinendem Debütalbum: "Ich will ich selbst bleiben, das ist mir das Wichtigste. Ich habe keine Kompromisse gemacht, ich habe selbst geschrieben, ich habe die Produzenten und Musiker ausgesucht. Es ist wirklich mein eigenes Album und nicht ein Major-Label-Produkt." Sein nächstes Ziel: ein anerkannter Künstler zu werden. "In einem Jahr sollen die Leute sagen ,Hier ist Nick Howard, ein Künstler' und nicht ,Hier ist Nick Howard, der The-Voice-Gewinner.'"

Dass er jetzt auf der Straße erkannt wird, ist für ihn eine Ehre: "Vor zehn Jahren war ich ein Independent-Musiker und habe jeden Tag versucht, einen Fan mehr zu bekommen. Wenn jetzt also jemand zu mir kommt und mich erkennt, liebe ich das, ich finde es super. Und ich hoffe, dass sich die Leute auch in einem Jahr noch an mich erinnern", lacht er. Einen seiner schönsten Ruhmes-Momente hatte er am Flughafen, als er seinen Song "Unbreakable" hörte: "Ich dachte zuerst ,Oh, mein Laptop ist wohl offen', bis ich realisiert habe ,Das kommt ja aus dem Radio!'. Das war sehr cool."

Deutschland und Nick Howard in love - übrigens auch privat. Der Musiker verrät uns noch, dass er nun auch eine Freundin in Berlin hat.

SpotOn


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