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Kino

"Neuschwanstein kannte ich nur vom Bild"

Im Historienfilm "Ludwig II.", ist er die große Liebe des bayerischen Königs, im richtigen Leben zählt er zu den gefragtesten Jungschauspielern in Deutschland.

Friedrich Mücke ist Theaterkennern in München seit 2007 bereits ein Begriff, seine Hauptrolle in "Friendship" neben Matthias Schweighöfer machte den gebürtigen Berliner 2010 auch bei Kinofans bekannt.

In "Ludwig II." von den beiden Regisseuren Peter Sehr und Marie Nolle spielt Mücke nun ebenfalls eine tragende Rolle, auch wenn er vor den Dreharbeiten wenig über den Mann wusste, den er spielen sollte. "Ich hatte nicht das Vergnügen, ein Buch über Richard Hornig zu haben. Das hätte ich ganz gern gehabt. Peter Sehr hat aber zu Anfang gesagt 'Ihr müsst nichts lesen, ich weiß alles'", erzählt Mücke im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Für den 31-Jährigen waren die Dreharbeiten nicht nur wegen der interessanten Rolle des Stallmeisters Richard Hornig ein Glücksfall. "Es war eine tolle Kulisse. Wir hatten teilweise echt super Wetter. Wenn man dann im Kostüm auf die Berge schaut - das hat schon was. Es waren insgesamt viele schöne Drehorte dabei", erzählt Mücke und verrät auch: "Ich bin jemand, der ungern lange in der Maske sitzt. Ich war einer der wenigen, der keine Perücke tragen musste, deswegen war es bei mir meistens nur circa eine Stunde Maskenzeit."

Zudem lernte "Preuße" Mücke durch "Ludwig II." auch bedeutende Sehenswürdigkeiten seiner Wahlheimat kennen. "Ich kannte Neuschwanstein nur vom Bild. Wenn du das selbst vor Ort siehst, hat das eine ganz andere Wucht", schwärmt der Schauspieler von der wohl berühmtesten Hinterlassenschaft Ludwigs II.

Jedoch weiß Mücke nicht nur Schönes vom Dreh zu berichten: "Das traurigste während der Produktion war, dass wir es aus zeitlichen Gründen nicht geschafft haben, dass ich reiten lerne. Ich konnte es leider wegen anderen Dreharbeiten nicht lernen. Deswegen gibt es jetzt keine Szene, in der ich auf einem Pferd sitze, was ich sehr schade finde."

Für seinen Filmpartner Sabin Tambrea, der den bayerischen König spielt, hat Mücke nur Lob übrig: "Er war immer sehr konzentriert, immer wach und hatte immer gute Laune. Das war auch für mich wichtig. Es ist immer toll, wenn dir ein Kollege gegenübersteht, bei dem du weißt, du bist in guten Händen."

Das nächste Projekt von Mücke steht im Januar in den Startlöchern und ist das Kontrastprogramm zum pompösen "Ludwig II.": "Ich mache jetzt die zweite Staffel von "Add a friend" für TNT Serie im Januar. Das sind tolle Drehbücher, mir gefällt das sehr gut. Das ist auch genau das Gegenteil von "Ludwig II.", weil es sehr schnell gedreht wird. Du musst sofort am Start sein", verrät Mücke spot on news. Ein Aspekt den Mücke bei der ungewöhnlichen Serie besonders mag, ist, dass seine Rolle des Bankers Tom auch dunkle Seiten hat: "Das gefällt mir extrem gut. Diese Rolle liebe ich total. Nah an der Überzeichnung, aber das mag ich."

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