Navigation:

© SpotOn

Musik

Neues Tocotronic-Album wird persönlicher

Die "Berlin-Trilogie" ist beendet, zum 20-jährigen schenkt sich Deutschlands vielleicht wichtigste Indierockgruppe ein Album, das weitaus poppiger als die letzten Werke ausgefallen sein soll.

Der Nachfolger von "Schall Und Wahn" wird von Kritikern und Fans schon sehnsüchtig erwartet und erscheint am 25. Januar.

Der "Welt am Sonntag" gaben Sänger Dirk von Lowtzow (41) und Bassist Jan Müller (41) vorab Auskunft über den Sound der neuen Platte "Wie Wir Leben Wollen". Das zehnte Album der Band umfasst 70 Minuten Spielzeit und 17 Tracks. Nachdem die letzten drei Album im deutlich rockigeren Sound gehalten waren, stellt die neue Platte nun wieder eine Hinwendung zum poppigeren Sound dar: "Wir dachten, es sei an der Zeit, mal wieder die poppige Seite der Band hervorzukehren", so Lowtzow.

Aufgenommen wurde "Wie Wir Leben Wollen" in dem neuen Berliner Studio "Candy Bomber", in dem altes analoges Equipment zur Verfügung stand. Lowtzow: "Mit diesen Gerätschaften aufzunehmen ist eben total anachronistisch, das würde heute keiner mehr machen." Müller schwärmt von dem Klang der Geräte, der "sehr gut, warm und tief" tönt.

Dirk von Lowtzow gesteht zudem - ganz untypisch - ein, dass die neue Platte etwas persönlicher geworden ist: "Nach 'Schall Und Wahn' hatten wir ein Jahr lang Pause, nahmen ein Sabbatjahr. Und plötzlich hat man sehr viel Zeit und fängt an, sich mit sich auseinanderzusetzen. So geht es bei den Texten ein bisschen stärker um mich als lyrisches Ich, als Texter..."

SpotOn