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Nadja Becker: "Lachflashs bis zur Schmerzgrenze"

In der Komödie "Drei in einem Bett" ist Nadja Becker (34) am Dienstagabend (Sat.1, 20:15 Uhr) als Karrierefrau Kerstin Lackner zu sehen. Kerstin ist erfolgreich, hat ihr Leben und ihre Mitarbeiter im Griff.

Bis zu dem Morgen, als sie nach einem Betriebsfest im Bett eines Hotelzimmers mit zwei ihrer Mitarbeiter aufwacht... Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der "Danni Lowinski"-Star über Männer, peinliche Erlebnisse und ihren großen Traum.

In Ihrem Film "Drei in einem Bett" landen Sie nach einem Filmriss mit zwei Kollegen im Bett. Haben Sie privat auch schon schlimme Erfahrungen mit Männern gesammelt?

Ich hatte den üblichen Herzschmerz, dem jeder mal begegnet. Es gibt immer mal Männer, mit denen man zu tun hat, bei denen es aber nicht so einwandfrei läuft.

Ihre Filmrolle Kerstin Lackner verpasst ihren Kollegen hinterher aus Scham einen Maulkorb. Was war das Peinlichste, was Ihnen bis jetzt in Ihrem Arbeitsleben passiert ist?

Wir haben bei "Danni Lowinski" öfter mal ganz schöne Lachflashs, die werden nach 20 Minuten durchaus peinlich. Da hat man irgendwann auch wirklich körperliche Schmerzen.

Ihre beiden One-Night-Stands in "Drei in einem Bett" sind ganz unterschiedliche Männertypen. Was muss ein Mann haben, der bei Ihnen privat landen will?

Ich finde es attraktiv, wenn ein Mann den gleichen Humor hat wie ich. Das ist auch das, was mich mit meinen Freunden verbindet: der gleiche Humor und die gleichen Werte.

Kerstin Lackner ist die klassische Karrierefrau und opfert dafür ihr Privatleben. Steht bei Ihnen auch der Job an erster Stelle?

Das ist immer unterschiedlich. Ich drehe jetzt seit 2007, das läuft zum Glück gut und macht auch noch immer Spaß. Deshalb ist das schon ein wichtiger Teil in meinem Leben und steht im Vordergrund - neben all der Privatsphäre bei Freunden, die natürlich umso wichtiger ist, wenn man die ganze Zeit unterwegs ist. Da braucht man eine Basis.

Als Kerstin machen Sie Ihren männlichen Mitarbeitern klar, wer das Sagen hat. Denken Sie, dass Männer ein Problem damit haben, eine Frau als Chefin zu akzeptieren?

Generell würde ich das nicht sagen, aber ich denke, die Ausnahme bestätigt die Regel. Es gibt sicher durchaus Männer, die Schwierigkeiten haben, sich von einer Frau, die vielleicht sogar jünger ist, etwas sagen zu lassen.

Das neue Jahr hat gerade begonnen - was für Projekte stehen bei Ihnen 2013 an?

Ich fange jetzt gerade an, Text zu lernen für den letzten Block "Danni Lowinski", das drehen wir bis Mitte Februar. Anschließend bin ich in Berlin, auch bei der Berlinale. Und dann gibt es noch ein paar unausgesprochene Pläne. Es wird mir sicher nicht langweilig werden 2013.

Was ist Ihr Lieblings-Genre?

Ich habe eigentlich kein Lieblings-Genre. Da "Danni Lowinski" sehr präsent ist, werde ich eher als lustig wahrgenommen. Aber ich habe auch viele ernste Sachen gemacht. Das ist ein ganz anderes Arbeiten, das auch extrem viel Spaß macht.

Haben Sie schon mal was gedreht, was Sie im Nachhinein bereut haben?

Ja. Aber ich verrate nicht, was das war (lacht).

Und gab es einen Dreh, den Sie als besonders schön empfunden haben?

Ja, einerseits meine Rolle bei Dominik Graf in "Das Gelübde". Das war schon allein durch den Regisseur ein außergewöhnliches Arbeiten. Auch die Kollegen wie Mišel Maticevic waren toll. Das war ein historischer Film, genau wie "Die Wanderhure". Der Dreh hat auch viel Spaß gemacht. Es ist schon was anderes, wenn du auf einem Mittelalter-Markt mit Pferden drehst. Das ist wie ein Kleiner-Mädchen-Traum, der in Erfüllung geht.

Sie sind auch leidenschaftliche Kinogängerin...

Ja, ich habe mir gerade "Silver Linings" mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper angeschaut. Ins Kino zu gehen, sich auf den Film zu konzentrieren und so nah dran zu sein, ist einfach eine der größten Sachen.

Und an wen würden Sie gerne den Oscar vergeben?

An mich (lacht). Das würde bedeuten, dass ich in großen Produktionen tolle Rollen spiele, das ist schon ein Traum.

Mit welchen Hollywoodstars würden Sie gerne mal drehen?

Ich finde Robert Downey junior enorm - einfach unglaublich, was der macht. Auch Meryl Streep ist überirdisch. Aber in Deutschland gibt es ebenfalls eine Menge toller Schauspieler, da ist meine Liste auch lang.

Viele beliebte deutsche Schauspieler gehen seit Neuestem unter die "Tatort"-Kommissare. Wäre das auch etwas für Sie?

Wenn es eine gute Rolle ist, gerne. Ich würde nicht sagen: "Ich spiele auch die Leiche". Dafür bin ich zu lange dabei. Aber eine Rolle im "Tatort" wäre super.

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