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Taylor Swift

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Justiz

Mutter von Popstar Taylor Swift wollte Übergriff privat halten

Die Mutter der US-Sängerin Taylor Swift wollte den mutmaßlichen sexuellen Übergriff auf ihre Tochter aus dem Rampenlicht halten, um diese so zu schützen. Swift und ein beschuldigter Ex-Radiomacher stehen sich vor Gericht gegenüber.

Denver. Im Zivilprozess wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs eines Ex-Radiomoderators auf Taylor Swift hat die Mutter des Popstars ausgesagt. „Er (der Vorfall) hat unser Vertrauen absolut erschüttert. (...) Es hat uns sehr viel Angst gemacht“, sagte Andrea Swift am Mittwoch vor Gericht in Denver. Die heute 27 Jahre alte Sängerin habe ihr nach dem Geschehen im Jahr 2013 sofort davon erzählt und sei sichtlich getroffen gewesen; sie habe sich geschämt. Aus Schutzgefühlen für ihre Tochter habe sie als Mutter das Ganze aber nicht an die Öffentlichkeit bringen wollen.

 

„Ich wollte nicht, dass sie den Moment wieder und wieder erleben muss“, sagte die zu Tränen bewegte Andrea Swift. Nach dem Treffen mit dem Ex-Radiomacher David Mueller sei ihre Tochter sehr erschüttert gewesen. In dem Streit vor Gericht geht es um einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff: Taylor Swift sagt, Mueller habe ihr beim Posieren für ein gemeinsames Foto an den Po gegrapscht.

 

Mueller hingegen macht Swift für den Verlust seines Jobs verantwortlich und sagt, es handele sich bei ihrer Anschuldigung um einen fälschlichen Vorwurf. Er will mindestens drei Millionen Dollar Schadenersatz, während Swift symbolisch einen Dollar fordert und erklärt, als positives Beispiel für andere Frauen stehen zu wollen, die ebenfalls Opfer von sexuellen Übergriffen wurden.

 

Die Mutter sagte, das Team des Popstars habe nach dem Vorfall nicht die Polizei gerufen, weil es die Angelegenheit privat halten wollte. Das Leben ihrer Tochter habe nicht von diesem Erlebnis „definiert“ werden sollen, so Swift. Dennoch habe es den Umgang des Popstars mit der Öffentlichkeit verändert: Interaktionen mit Fans auf Konzerten seien nun begrenzt, sogenannte Meet-and-Greet-Treffen kleiner.

 

Ein Mitarbeiter von Swift, Frank Bell, sagte am Mittwoch vor Gericht aus, nach dem Vorfall habe er das Foto - es steht als Beweismittel im Zentrum des Prozesses - an den Chef des Radiosenders KYGO geschickt. Dabei habe er diesen gebeten, die Sache vertraulich zu behandeln, aber nicht Muellers Entlassung gefordert. Sein Hinweis habe lediglich gelautet, dass er eine „angemessene Handlung“ erwarte.

 

Mueller selbst hatte zuvor eingeräumt, das Foto sei „seltsam und peinlich“, betonte jedoch, er habe Swift an den Rippen am Rücken und nicht am Hintern berührt. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Mueller bei der Veranstaltung vor einem Konzert seine Hand hinter Swift hat, knapp unterhalb ihrer Taille. Auf mehrfache Fragen von Swifts Anwalt, wie es sein könne, dass Muellers Hand hinter Swift sei, erwiderte dieser: „Meine Hand war auf Höhe des Brustkorbs und ist anscheinend runtergegangen.“

Von Larissa Hinz


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