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© ARD Degeto/Stefan Erhard

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Muriel Baumeister: "Ich bräuchte keine Sex-Szenen"

Muriel Baumeister (41) spielt im historischen Drama "Liebe und Tod auf Java" am 29. März im Ersten die Plantagen-Erbin Hellen Landgraf, die sich in einen jüdischen Auswanderer verliebt.

Dass sie weniger bockig ist als ihre Rolle und, dass sie im wahren Leben nicht an die eine große romantische Liebe glaubt, hat sie spot on news verraten.

Sie spielen die Plantagen-Erbin Hellen Landgraf, eine couragierte, mutige Person. Wie viel von Hellen steckt in Ihnen?

Ich bin nicht so bockig wie Helen, sie ist ein verwöhnter Fratz. Aber ihre Tatkraft habe ich auch.

Ihre Filmfigur liebt einen verheirateten Mann - wie geht Hellen mit dem Dilemma um?

Das war 1939 auf Java ein Skandal. Das war kein Thema, er ist verheiratet also ist er raus. Ohne den Schicksalsschlag hätte diese Liebe keine Chance gehabt.

Hellen findet schließlich die große Liebe. Gibt es die für jeden?

Diese eine romantische "Weiße Hochzeitskleid-Liebe", daran glaube ich nicht, aber viele unterschiedliche, große Lieben, die gibt es schon.

Mit Ihrem Kollegen Francis Fulton-Smith gibt es auch eine Sex-Szene. Wie war der Dreh dieser Szene?

Das sind nicht die Szenen, die man am liebsten dreht. Es hat nichts Romantisches. Ich persönlich bräuchte keine Sex-Szenen.

Gibt es in Ihrem Leben jemanden, der bei solchen Szenen eifersüchtig wird?

Nein, weil mein Mann aus dem Beruf kommt. Da würde uns die Eifersucht nur im Weg stehen, wir sind professionell genug.

Hellen Landgraf steht später den politischen Ereignissen machtlos gegenüber und scheut auch den Kampf gegen Windmühlen nicht. Sind Sie ein politisch engagierter oder interessierter Mensch?

Nein, leider gar nicht. Das hat vielleicht damit zu tun, dass ich in meiner Heimat Österreich sehr behütet aufgewachsen bin. Mich stören zwar viele Dinge, ich war mit meinen Eltern zum Beispiel früher auch auf Wackersdorf-Demonstrationen, aber als politischen Menschen würde ich mich nicht bezeichnen.

Sie sind sehr jung Mutter geworden und haben trotzdem erfolgreich Karriere gemacht. Würden Sie Ihrer Tochter auch dazu raten?

Kinderkriegen muss man immer dann, wenn sie kommen. Da gibt es nie den idealen Zeitpunkt. Ich bin meinen Kindern für die Zeitpunkte, zu denen sie mich erwählt haben, sehr dankbar. Ich würde meiner Tochter immer zu einer Ausbildung raten und parallel zu Kindern, es gibt ja noch die Familie, die helfen kann. Aber alleine mit Kind, das würde ich niemandem wünschen.

Wie steht es derzeit um Ihre Frühlingsgefühle?

Ich bin grundsätzlich momentan sehr verliebt. Das hat auch den Winter überstanden.

Wie halten Sie sich fit?

Ich versuche zum Yoga zu gehen und ich mache dieses homöopathische Sanguinum-Ernährungskonzept, das den Stoffwechsel ankurbelt und das bringt einen wirklich auf Vordermann. Ab dem Frühling gehe ich wieder joggen. Die Laufschuhe stehen schon vor meiner Wohnungstür.

Wie feiern Sie Ostern?

Eigentlich sind wir immer in Salzburg aber dieses Jahr wird es schwierig, weil mein Sohn mitten im Abitur steckt und deshalb nicht mitkommen kann, aber ich will ihn auch nicht alleine lassen. Dieses Jahr werden wir Ostern deshalb wohl in Berlin bleiben, was uns ganz fremd ist. Die Osterhasen haben wir früher immer in bunten Plastiktüten versteckt weil die sonst im Schnee verloren gegangen wären.

(ala/spot)