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Musik

Moses P.: "Eine unglaubliche Unverschämtheit von uns"

Sie waren die Erzfeinde des deutschen Hip-Hops und gleichzeitig die größten Stars. Moses Pelham (41). und sein Rödelheim Hartreim Projekt ("Direkt aus Rödelheim") und Thomas D.

(43) und seine Fantastischen Vier ("Die da?!") konnten einander Anfang der Neunziger Jahre nicht ausstehen. Doch die Zeiten haben sich geändert und jetzt können sich beide sogar eine Zusammenarbeit vorstellen. "Ich als Solokünstler bin gerade sehr geneigt, mit Moses was auszuprobieren", verriet Thomas D. im gemeinsamen Interview mit der "Welt am Sonntag".

"Sehe ich auch so. Auf jeden Fall", sagte Moses P. zum Vorschlag des Kollegen. Aus den Fehlern der Vergangenheit haben demnach beide gelernt. Vor allem die Beleidigung der Mutter von Fanta-Mitglied Michi Beck war so einer. "Das ist einfach eine unglaubliche Unverschämtheit von uns gewesen. Das dokumentiert nur, wie wenige Grenzen es für uns damals gab", gab Pelham zu.

Kritisch äußerte sich Thomas D. über die letzten Jahre in der Rap-Szene, sieht aber auch Licht am Ende des Tunnels. "Die asozialen Zeiten mit Aggro Berlin, Bushido und so weiter sind schon langsam wieder vorbei, glaube ich. Da bin ich auch froh drüber. Vieles davon war menschenverachtend, rassistisch, frauenfeindlich", sagte der 43-Jährige.

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