Navigation:

© SpotOn

Lifestyle

Michalsky StyleNite: Die Bands im Stil-Interview

Musik und Mode haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint. Stardesignerin Vivienne Westwood und Sex-Pistols-Manager Malcom McLaren haben mit ihrem Klamottenladen in London 1971 die Anziehungskraft von Musik und Style als eine der Ersten erkannt.

Heutzutage zieht vor allem Karl Lagerfeld seine Musen regelmäßig aus dem Musikbiz: Lily Allen sang schon für ihn, Indie-Sängerin Florence Welch und sogar die beleibte Gossip-Frontfrau Beth Ditto dienten ihm schon als Musen.

Modeschöpfer Michael Michalsky hat dem Trend mit seiner StyleNite die Krone aufgesetzt. Für diese Veranstaltung holte er schon Lady Gaga, Hurts oder Spandau Ballet nach Berlin. Bei dem traditionell krönenden Abschluss der Fashion Week spielt am heutigen Freitag auch die Band Blitzkids mvt. Passt perfekt: Nomi, Frontfrau der Electropopband, arbeitet seit zehn Jahren in der Modebranche als Stylistin. Für sie gehören "Mode und Musik selbstverständlich zusammen", wie sie der Nachrichtenagentur spot on news sagte.

Bei ihr geht die Modeliebe sogar so weit, dass sie wegen einer Klamottenkrise schon mal eine Party verpasst hat. Ihr extravaganter Bühnen-Stil, der "am liebsten androgyn und niemals sexy" sein darf, begleitet sie auch im Privatleben. Kein einziger Minirock findet sich in ihrem Schrank: "Nicht zeitgemäß und viel zu amerikanisch", kommentiert Nomi diese Ablehnung. Das absolute Must-Have der Sängerin sind momentan große Ohrringe. Und Bomberjacken - die ganze Blitzkids-Crew trägt dieses Modell, natürlich stilecht mit Band-Logo auf dem Rücken. Turnschuhe mit Keilabsätzen sind der sympathischen Stilexpertin dagegen ein Dorn im Auge. Das Blitzkids-mvt.-Album "Silhouettes" erscheint Mitte Februar.

Auch Ben Ivory nutzt den Laufsteg als Sprungbrett ins Musikbiz: Der Berliner hat sich den schönen Künsten von Fotografie über Lyrik bis zur Musik verschrieben. Sein Debütalbum "Neon Cathedral" erscheint Ende März, auf Michalskys erster Dance-Compilation ist er jetzt schon mit einem Remix seines Songs "Better Love" vertreten. Für Ivory ist Mode "ein weiteres Tool, um das Publikum abzuholen und in meine eigene Welt einzuladen", erklärt er im Interview mit spot on news.

Musikalisch und modisch lässt sich der Newcomer in erster Linie von vergangenen Dekaden inspirieren: "Ich bin ein Achtzigerkind, der Look die Ästhetik und die Musik sind mir einfach sehr nahe." Sein No-Go ist der Klassiker unter den No-Gos: "Socken in Sandalen, das finde ich so ekelhaft!" Ein gut sitzender Anzug ist sein Tipp für jeden Mann. Der Schneider um die Ecke sei da manchmal die bessere Wahl als ein Anzug von Hugo Boss.

Nach der Fashion Week werden sich die Bands schon sehr bald wiedersehen: Beide treten beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest am 14. Februar an - und werden die Veranstaltung sicher nicht nur musikalisch, sondern auch modisch gehörig aufmischen.

SpotOn