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Michael Bully Herbig

Michael Bully Herbig
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Karriere

Michael Bully Herbig: Mit Winnetou und Mr. Spuck zum Erfolg

Mit der „Bullyparade“ wurde er einem großen Publikum bekannt. Dann folgten Kinoerfolge wie „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise - Periode 1“. Nun folgt ein weiterer Film von Michael Bully Herbig.

München. Er hat Kultfilme gedreht, wirbt für Gummibärchen und hat schon zu Lebzeiten ein eigenes Museum. Mit Filmparodien wie „Der Schuh des Manitu“ oder „(T)Raumschiff Surprise - Periode 1“ lockte Michael Bully Herbig ein Millionenpublikum ins Kino. Alle wollten die frechen Western- und Science-Fiction-Parodien mit Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian sehen, randvoll gespickt mit Blödeleien und vergnüglichen Schenkelklopfern („So, jetzt geht nochmal jeder aufs Klo und dann reiten wir los!“).

Die Filmbranche war verzückt. Herbig bekam viele Preise und das Bullyversum, eine Erlebniswelt rund um seine Figuren auf dem Gelände der Bavaria Film in Grünwald bei München. Ursprung der Kinoerfolge war die Comedy-Show „Bullyparade“ bei ProSieben, die demnächst auf der großen Leinwand zu sehen ist. Herbig, Tramitz und Kavanian zogen in der Show Helden wie Winnetou, Sisi oder Captain Kirk genüsslich durch den Kakao.

2009 machte Herbig einen Ausflug ins Kindergenre und holte die Zuschauer scharenweise ins Kino mit „Wickie und die starken Männer“. Auch als Schauspieler war Herbig zu sehen, wenn auch mit wechselndem Erfolg, so etwa in „Hotel Lux“ von Leander Haußmann oder in Helmut Dietls Gesellschaftssatire „Zettl“. Auch die romantische Komödie „Buddy“ aus dem Jahr 2013 reichte nicht an frühere Erfolge heran. Herbigs nächstes Projekt ist ernster: Eine Geschichte über eine spektakuläre Flucht mit einem Heißluftballon aus der früheren DDR.

Privat ist über den Filmemacher so gut wie nichts bekannt. Nur dass er mit seiner Lebensgefährtin einen Sohn bekam, sickerte irgendwann an die Öffentlichkeit. Ansonsten achtet der 49-jährige Münchner strikt darauf, nichts über sein Familienleben preiszugeben.

Von Cordula Dieckmann, dpa