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Tanzende Drachen (Dancing Dragon) auf den Straßen von Berlin.

Tanzende Drachen (Dancing Dragon) auf den Straßen von Berlin. © Rainer Jensen

Feste

Mehr als eine Million Menschen feiern Karneval in Berlin

Mehr als eine Million Menschen haben am Pfingstwochenende in Berlin den 20. Karneval der Kulturen gefeiert. Er sei weitestgehend störungsfrei verlaufen, teilte die Polizei am Montag mit.

Berlin. Seit Freitag hatte es rund um den Blücherplatz in Kreuzberg ein buntes Programm mit mehr als 100 Bands und DJs sowie 320 Ständen mit Essen aus verschiedenen Regionen der Welt gegeben.

Höhepunkt war wie immer der Umzug am Sonntag. Zwischen 700 000 und 800 000 Besucher hätten zusammen mit rund 4000 Karnevalisten gefeiert und getanzt, teilten die Veranstalter mit. Mehr als 60 Gruppen liefen auf einer dreieinhalb Kilometer langen Route. Den Anfang machten die glitzernden Tänzerinnen der Truppe "Sapucaiu no Samba", unter Konfettiregen tanzten die Frauen vor dem Umzugswagen. Sie wurden von einem Samba-Zirkus, Stelzenläufern und einigen Kindern begleitet und von mehreren hundert Trommlern gefolgt.

Den Startschuss hatte Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) als "Karnevalsprinzessin" mit einem Sprung durch einen Hula-Hoop-Reifen gegeben. "Beim Karneval der Kulturen setzen wir die Botschaft, dass Vielfalt in Berlin Normalität ist", sagte sie. Die Stimmung gebe das "Feeling von Berlin" wieder.

Am Samstag fand in Kreuzberg zudem zum 19. Mal der mit dem "großen" Karneval vernetzten, aber eigenständige "Kinderkarneval der Kulturen" statt. Am frühen Nachmittag zogen nach Angaben der Veranstalter rund 5000 bunt verkleidete Kinder bei einem Kostümumzug vom Mariannenplatz zum Görlitzer Park. Dort gab es ein Kinderfest mit etwa 30 000 Teilnehmern.

Laut Polizei wurden auf dem Karneval 17 Taschendiebe festgenommen. Es seien bisher 75 Strafermittlungsverfahren eingeleitet - etwa wegen Diebstahl, Körperverletzung, Beleidigung oder Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Karneval der Kulturen war in diesem Jahr wegen gestiegener Sicherheitskosten zeitweise vom Aus bedroht. Im nächsten Jahr soll ein neues Sicherheitskonzept gelten.

dpa


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