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Marie Nasemann: "Ich finde blonde Männer toll"

Marie Nasemann wurde 2008 durch die Castingshow "Germany's next Topmodel" bekannt. Doch die hübsche Brünette beließ es nicht nur bei einer Modelkarriere: Es folgten Auftritte als Moderatorin, Sängerin und auch als Schauspielerin.

Am Sonntag spielte die 24-Jährige in dem ZDF-Film "Ein Sommer in Amalfi" ihre erste größere Rolle. Die Nachrichtenagentur spot on news sprach mit dem Allroundtalent.

Am vergangenen Sonntag konnte man Sie erstmals in einer größeren TV-Produktion beim ZDF-Herzkino-Film "Ein Sommer in Amalfi" sehen. Wie war der Aufenthalt in Italien für Sie?

Ich war zunächst sehr happy, dass ich im September den Sommer verlängern durfte. Ich hatte fünf Drehtage und anschließend nochmal fünf Tage am Strand.

Und wie waren die Arbeiten am Set?

Ich habe das gar nicht so sehr als Arbeit empfunden. Alles war immer sehr schnell im Kasten und ich war gut vorbereitet. Es ging alles recht locker flockig von der Hand.

In Ihrer Rolle führen Sie eine geheime Beziehung zu einem Musiker, weil Ihre Familie den Freund ablehnt. Kennen Sie solche Konstellationen auch privat?

Ja, während meiner ersten Beziehung mit 14 oder 15 Jahren. Damals war ich mit einem rebellischen Skateboarder zusammen, der die Schule abgebrochen hatte. Meine Eltern fanden das überhaupt nicht lustig. Ich konnte mich gut in die Rolle hineinversetzen.

Haben Sie sich damals gegen Ihre Eltern durchgesetzt?

Ich kam irgendwann selbst auf die Idee, dass er vielleicht nicht gerade der Mann fürs Leben ist, zumindest nicht für mein Leben...

Sie spielen eine junge Frau, die sich in einen italienischen Jungen verliebt. Was macht den südländischen Charme aus?

Viele Frauen stehen auf Männer mit großem Selbstbewusstsein, was bei vielen Südländern oft zutrifft. Auch die dunklen Haaren und die braungebrannte Haut ziehen förmlich magisch an.

Und Sie selbst? Finden Sie das auch reizvoll?

Nein, ich bin davon gar nicht so der Fan. Ich finde blonde Männer ganz toll - den nordischen Look.

Für Sie war es das erste Mal an einem größeren Set. War es etwas Besonderes?

Man hat im Gegensatz zur Soap wesentlich mehr Zeit. Wenn man dort eine Szene versemmelt, spürt man den Druck des ganzen Teams, weil dann alle wegen mir später nach Hause kommen. Bei einem Film ist alles viel familiärer: Es wird so lange gedreht, bis alles im Kasten ist. Man wächst eben zusammen, auch weil man lange Zeit an einem Ort in der Fremde verbringt.

Was ist der entscheidende Unterschied zwischen Modeln und Schauspielern?

Das Schauspiel fordert einen geistig einfach mehr. Beim Modeln stehen der Körper und das Aussehen im Vordergrund. Klar macht es mir auch Spaß Sport zu treiben, mich auf die Shootings vorzubereiten und passende Outfits zu finden. Aber man macht eben nicht wirklich was für den Kopf, was mir einfach fehlt. Ich habe richtig Lust mich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen und die Texte zu lernen. Das ist einfach eine komplett andere Ebene.

Sie haben in Ihrer Karriere schon viele Dinge ausprobiert: Neben dem Modeln und der Schauspielerei waren Sie auch als Moderatorin und Sängerin tätig. Wo sehen wir Sie in Zukunft?

Das Modeln ist ganz klar zeitlich begrenzt. Aber ich will mich dennoch nicht wirklich festlegen. Momentan steht mir alles offen und ich versuche mich in verschiedenen Bereichen. Was es dann am Ende wird, kann ich noch nicht sagen. Es macht mir großen Spaß mich auszuprobieren und ich lasse einfach alles auf mich zukommen, wobei meine Sangeskarriere gerade ein wenig ruht...

Warum gibt es Sie derzeit nicht als Sängerin zu hören?

Die Branche ist wesentlich härter als ich dachte. Ich muss zugeben, dass ich nicht die größte Sängerin bin. Das hat total Spaß gemacht, aber da gibt es einfach bessere als mich.

(dr/spot)