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Musik

Maite Kelly: " Ich liebe es männliche Songs zu schreiben"

Jahrelang tingelte Maite Kelly mit ihrer Familie durch Fußgängerzonen, sang und wurde berühmt. Ein Highschool-Abschluss in den USA, Jobs als Songwriterin, Sängerin und auch Moderatorin folgten.

Neben ihrer erfolgreichen Modelinie bei Bon Prix startet die 33-Jährige jetzt mit ihrem zweiten deutschsprachigen Album durch und verrät allen "Wie ich bin". Mit spot on news sprach das Multitalent über ihre Karriere und Zukunftspläne.

Ihr Album erscheint am 29.März. Wie gespannt sind Sie auf die Reaktionen?

Bei diesem Album habe ich alles selbst komponiert, die Musik, wie auch die Texte. Ich gehe zurück zu meinen Wurzeln mit der Kelly-Family nur eben auf deutscher Sprache. Ich bin sehr gespannt, denn letztendlich geht es darum, dass es Musik für andere ist. Es wäre schade, wenn man Musik macht und niemand will es hören. Bis jetzt waren die Reaktionen unfassbar toll.

Schon der Album-Titel klingt sehr persönlich. Was haben Ihre Freunde und Familie zu "Wie ich bin" gesagt?

Mein Mann hat gefragt: "Weil du mich lässt" ist für mich? Und ich habe gesagt: "Ja". Das war so schön. Mit meinen Freunden rede ich gar nicht so viel darüber, denn es ist meine Arbeit. Aber sie haben gesagt "Ja, das bist du einfach. So kennen wir dich". Das ist ein schönes Gefühl.

Fällt es Ihnen nach Ihrem letzten Album jetzt leichter deutsche Texte zu schreiben?

Mittlerweile ist es kein Problem mehr, nicht auf Englisch zu schreiben. Ich schreibe auch Texte für andere Musiker, was sich rumgesprochen hat. Die rennen mir gerade die Bude ein.

Wer denn zum Beispiel?

Das darf ich leider noch nicht sagen. Das eine ist eine Popband und auch ein total cooler älterer Schlagerstar. Für einen Kinderfilm habe ich auch einiges getextet. Es ist immer toll, wenn auch Kollegen das gut finden, weil es dann eine ganz andere Art der Bestätigung ist. Es ist auch noch immer eine Herausforderung.

Haben Sie auch noch einen Wunschkandidaten, für den Sie gerne mal schreiben würden?

Ich würde gerne für Sasha einen Song schreiben. Von ihm hat man jetzt länger nichts mehr gehört. Er ist ein unfassbar guter Sänger und Performer. Das fände ich einfach reizend. Ich liebe es männliche Songs zu schreiben.

Sie sind auch sehr gläubig. Würden Sie religiöse Songs schreiben?

Ich finde es immer schade, wenn man andere in der Musik, die sich vielleicht nicht so in der Religion finden können, außen vor lässt. Ich glaube wenn man über Gott oder die Liebe spricht und singt, dann ist das was Universelles. Da muss man sich nicht nur auf eines beziehen.

Am 26. März waren Sie bei TV Total. Wie aufgeregt sind Sie noch vor solchen Fernsehauftritten?

Vor Stefan Raab habe ich keine Angst. Ich bin seit 20 Jahren in diesem Show-Geschäft, genauso lang wie er und werde es auch in den nächsten 20 Jahren weiterhin sein. Die einzige Regel: Man darf nicht versuchen lustiger zu sein als er, dass schafft man sowieso nicht und man muss einfach man selbst bleiben.

Es besteht also nicht die Gefahr, dass Sie irgendwann sagen "Stopp, hier hört der Spaß auf"?

Ich finde er ist soft geworden. Er ist nicht mehr so ein wilder. Ich hab ihn auch nie schlimm empfunden. Da mache ich mir keine Gedanken. Wenn man schon rein geht und Angst hat, dass man nicht gut rüber kommt, dann geht man schon mit den falschen Absichten rein. Man darf sich nichts aus Eitelkeiten machen. Man muss etwas machen, weil man es liebt und wenn Stefan Raab dann auf einen eingeht, dann muss man einfach man selbst bleiben.

Sie haben auch noch einen Auftritt bei der NDR-Sendung "DAS!". Wie stehen Sie nach den Skandalen um Jenny Elvers-Elbertzhagen und Katja Riemann zu dieser Sendung?

Ich finde da gehören immer mehrere Leute dazu, aber jeder darf in dieser Branche auch Fehler machen. Alle Kollegen machen Fehler. "DAS!" ist immer noch ein sehr gutes Format und ich glaube die haben auch draus gelernt. Ich werde da auf jeden Fall nicht besoffen rein gehen. Ich weiß auch selbst, dass man manchmal in dieser Routine die Show einfach durchzieht. Man merkt da in dem Moment selbst nicht, was da eigentlich gerade passiert. Deswegen glaube ich nicht, dass man die Sendung jetzt dafür auf alle Zeit bestrafen muss.

Was war Ihr größter Fehler in diesem Bereich?

Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich fokussiere auch mehr das Positive aber man muss ehrlich zu sich selber sein. Thomas Gottschalk hat mal gesagt, dass auch er sich Scheiße schön reden kann und es gibt Konzepte oder Sachen wo man denkt die könnten super werden und wenn man dann dabei ist, denkt man sich "Oh Gott, das läuft total aus dem Ruder". Das ist normal. Und das ist auch gut, weil wenn es dann mal gut läuft, dann ist man umso dankbarer.

Und was war dann bisher das Beste, wo Sie sagen "darauf bin ich richtig stolz"?

Ich bin niemand der zu sich sagt "boah, super" und dann Schulterklopfen. Das Beste, was ich in meinem Leben geschaffen habe, sind meine Kinder. Die Arbeit hat nicht diesen Stellenwert. Ich bin aber unfassbar dankbar, dass nach wie vor als Künstlerin arbeiten und leben kann.

(ip/spot)