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Magdalena Brzeska: "Patchwork-Weihnachten ist normal"

Magdalena Brzeska kann auf eine beachtliche Karriere als Sport-Profi zurückblicken, als sie 1998 ihren Rücktritt bekannt gibt. Während ihrer aktiven Laufbahn wurde die gebürtige Polin 26mal Deutsche Meisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik.

Wie sportlich die Wahl-Münchnerin immer noch ist, bewies sie bei der TV-Show "Let's Dance": Brzeska gewann den Wettbewerb 2012. Mit der Nachrichtenagentur spot on news sprach die sympathische 34-Jährige über Patchwork-Weihnachten, Fische in der Badewanne und verriet, warum es dieses Jahr nach New York geht.

Wie verbringen Sie Weihnachten, Frau Brzeska?

Ich fliege mit meinen beiden Töchtern für acht Tage nach New York. Am ersten Weihnachtsfeiertag geht's morgens um 6 Uhr zum Flieger. Deswegen wird der Heiligabend entsprechend kurz und knapp ausfallen. Die Mädels liegen mir schon seit einem Jahr damit in den Ohren. Voraussetzung war, dass sie selber was zur Reise beisteuern. Sie haben beide ihr Taschengeld gespart und Caprice hat sogar ihre Tennisschläger auf ebay versteigert. Es ist genug zusammengekommen für eine Woche Shopping und Sightseeing. Für die Mädels das Größte! Vor allem nachdem sie mittlerweile gemerkt haben, dass Weihnachtsmann und Papa identisch waren.

Wie sieht Weihnachten üblicherweise aus?

Normal ist Patchwork-Weihnachten. Da feiern wir mit meinem Ex-Mann und seiner Frau und deren Sohn zusammen in Bochum. Da seine Frau auch aus Polen stammt, haben wir immer ganz traditionelle polnische Weihnachten gefeiert. Mit zwölf Speisen auf dem Tisch, symbolisch für die zwölf Apostel und außerdem wird immer ein Gedeck zu viel aufgelegt, für den Fall, dass ein Bedürftiger an der Türe klopft. Ein alter polnischer Brauch.

Was ist Ihre typischste polnische Eigenschaft?

Wahrscheinlich mein Familiensinn und meine hausfraulichen Qualitäten. Ich koche, bügle und putze vielleicht mit etwas mehr Leidenschaft als andere Frauen. Ich bin eine gute Hausfrau, versuche eine noch bessere Mutter zu sein und bin, glaube ich, ein echt guter Kumpel. Nur mit Süßkram habe ich es nicht so. Fürs Plätzchenbacken ist vor allem Caprice zuständig. Sie hat ein unglaubliches Talent für Naschwerk. Ob Zimtsterne, Cookies oder Brownies, sie kann davon gar nicht genug kriegen - eine echte Naschkatze. Ich dagegen mag es lieber etwas deftiger - in der Küche wie im Leben. (lacht)

Werden in einem Haushalt mit drei Mädels die Kalorien dreimal gezählt?

Da wir allesamt Sportlerinnen sind, trainieren wir das ganz schnell wieder ab. Caprice ist drauf und dran Tennisprofi zu werden und Noemi besucht ein Sport-Internat in Stuttgart wo sie gerade versucht in Mamas Fußstapfen als Turnerin zu treten. Bei unserer Energie verbrennt alles dreimal so schnell.

Waren Sie in dem Alter auch schon so fleißig?

Aber locker. Mit dem Unterschied, dass das damals nicht so spielerisch abging. Meine ganze Kindheit war von Verboten und Verzicht bestimmt. Vor allem musste ich wahnsinnig auf meine Ernährung achten, da ich immer zu ein paar Pfund zu viel neigte. Der einzige Tag im Jahr wo ich essen durfte, was ich wollte, war Weihnachten. Und da gab es dann meine geliebten Piroggen. Mit viel Schmand und so viel ich wollte. Allein deswegen habe ich Weihnachten auf immer und ewig als Festtag abgespeichert.

Noch mehr Kindheitserinnerungen?

Der grässliche Karpfen, der in unserer Badewanne plantschte und wegen dem ich mich an Weinachten nicht ins Bad traute. Ich habe nie von seinem Fleisch gekostet und würde bis heute Zuhause keinen Karpfen zubereiten.

Die Schuppen vom Karpfen bringen Glück. Wie glücklich war Ihr 2012?

Ein turbulentes Jahr mit vielen Höhepunkten und Schicksalsschlägen. Der Sieg bei 'Let's dance', der schreckliche Verbrennungsunfall meiner Tochter Noemi, die Scheidung von Ehemann Nummer Zwei. Alles in allem kann ich nicht meckern. Auch wenn ich mir für's neue Jahr ein paar romantischere Höhepunkte wünschen würde. (lacht)

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