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Auch der Pianist Lang Lang ist ein «Mann des Jahres».

Auch der Pianist Lang Lang ist ein «Mann des Jahres». © Jens Kalaene

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"Männer des Jahres": Til Schweiger von Gysi geehrt

Linken-Star Gregor Gysi hält die Laudatio auf Kinostar Til Schweiger - bei der "GQ"-Männergala kommen erstaunliche Begegnungen und Allianzen zustande.

Berlin. Til Schweiger (51) ist für sein Engagement für Flüchtlinge und seinen Widerstand gegen Fremdenhass im Internet geehrt worden.

"Es gibt mehr Menschen in Deutschland, die Menschlichkeit wollen, als die, die dagegen pöbeln und dagegen ihren ganzen Hass stellen", sagte der Regisseur und Schauspieler ("Honig im Kopf") bei der "GQ"-Gala "Männer des Jahres" in Berlin. Zuvor hatte Ex-Oppositionsführer Gregor Gysi (67) am Donnerstagabend die Laudatio auf Filmstar Schweiger gehalten.

"Ich hätte nie gedacht, dass Gregor Fucking Gysi meine Laudatio hält", sagte Schweiger. Er finde es eigentlich sehr traurig, dass es schon etwas Besonderes sei, wenn jemand Flagge zeige, Farbe bekenne oder Position beziehe", sagte Schweiger, um Worte ringend.

"Das ist viel mehr als Politik, das ist sozusagen Gesellschaftsgestaltung", lobte Gysi, der frühere Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, in seiner Rede Schweigers Gründung einer Stiftung.

In zehn Kategorien zeichnete die deutsche "GQ" am Donnerstagabend Menschen aus. Neben Til Schweiger waren dies noch die Filmstars Daniel Brühl und Mads Mikkelsen, der Designer Tommy Hilfiger und der Pianist Lang Lang. Der auch als "The Tiger" bekannte, 75 Jahre alte Sänger Tom Jones ("Sex Bomb") wurde als "Legende" für sein Lebenswerk geehrt.

Auch Musiker Bryan Adams - der Rockstar wurde genau am Donnerstag 56 und bekam deshalb vom Publikum ein Ständchen gesungen - wurde gefeiert.

Die Hip-Hop-Formation Die Fantastischen Vier und Tennis-Legende Boris Becker wurden ebenfalls belobigt. Becker bekam den Preis des Magazins 30 Jahre nach seinem ersten Wimbledon-Sieg und als erfolgreicher Trainer des heutigen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic.

Einzige geehrte Frau war die französische Schauspielerin Isabelle Huppert, die das Männer-Stil-Magazin zur "Gentlewoman of the Year" erklärte.

Die "Männer des Jahres"-Preise der Lifestyle-Zeitschrift "GQ" (Gentlemen's Quarterly) werden in elf Ländern verliehen, darunter sind die USA, Mexiko, Großbritannien, Indien, China und Japan.

Die deutsche Ausgabe der Preisverleihung ging zum 17. Mal über die Bühne. Im vergangenen Jahr hatten zu den Preisträgern WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose sowie "Fack ju Göhte"-Star Elyas M'Barek gehört.

Durch den Abend führte diesmal Barbara Schöneberger, zusammen mit Co-Moderator Jan Köppen ("YPS - Die Sendung", RTL Nitro).

Schöneberger glänzte wie immer mit Selbstironie, nannte sich "Gisele Pfündchen" (statt Bündchen) und verkündete am Ende der Show, vor der champagnerseligen Party: "Ich weiß, ihr könnt auch ohne Alkohol gut drauf sein, aber heute sollten wir auf Nummer sicher gehen."

dpa


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