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Monica Lierhaus.© dpa

OP-Debatte

Lierhaus: "Es geht um mein Leben"

„Ich glaube, ich würde sie nicht mehr machen“, sagt Monica Lierhaus über ihre folgenschwere Hirn-OP und wird dafür angegriffen. Nach dem Streit um die Äußerungen verteidigt sich die Moderatorin jetzt exklusiv gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Niemand kann nachempfinden, was ich durchgemacht habe.“

Hamburg.. In einem offenen und bewegenden Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), das auch in der NP gedruckt wurde, hatte Monica Lierhaus zuletzt über ihre lebensrettende Operation aus dem Jahr 2009 gesagt: „Ich glaube, ich würde sie nicht mehr machen.“ Einwand ihrer Mutter Sigrid beim Doppelinterview: „Du wärst sonst tot.“ Antwort Monica Lierhaus: „Egal. Dann wäre mir vieles erspart geblieben!“ Eine Aussage, durch die eine heftige Diskussion losgetreten wurde. Lierhaus wurde sogar vorgeworfen, ein Leben mit Behinderung als nicht lebenswert darzustellen.

Jetzt wehrt sie sich gegen die schweren Vorwürfe – erneut im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Ich kann die ganze Aufregung überhaupt nicht verstehen“, sagt sie, „ich bin total überrascht von den vielen Reaktionen, vor allem von denen, die mich angreifen. Ich stehe zu dieser Aussage: Ich würde mir heute sehr stark überlegen, ob ich diese Operation noch einmal machen würde. Es geht um mein Leben, über das ich spreche – und niemand außer mir kann nachempfinden, was ich in den vergangenen sechs Jahren durchgemacht habe.“

Zuspruch gab es für Lierhaus unter anderem von Samuel Koch. "Da hat sie wohl recht. Ich finde es gut, dass auch Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, nicht immer nur 'Sonnenschein' vermitteln und 'Alles ist gut'-Parolen verteilen", sagte der 27 Jahre alte Schauspieler, der seit einem schweren Unfall in der ZDF-Sendung "Wetten, dass..?" querschnittsgelähmt ist, der Bild-Zeitung.

Im Jahr 2009 wurde die Sportmoderatorin und -journalistin wegen eines Aneurysmas im Gehirn operiert. Komplikationen traten auf, vier Monate lang lag die damalige Miss Sportschau im Koma – und trug schwere Schäden davon. „Ich war auf dem Stand eines Kleinkindes“, sagt sie. Ärzte hatten ihr sogar den Rollstuhl vorausgesagt – doch dank eiserner Disziplin kämpfte sich die heute 45-Jährige zurück ins Leben. Bundestrainer Joachim Löw zum RedaktionsNetzwerk Deutschland: „Von Monica können wir uns alle etwas abschauen: Es lohnt sich zu kämpfen und nie nachzulassen. Mit welcher Disziplin und welchem Lebensmut sie ihre Situation meistert – das fasziniert mich wahnsinnig!“

Von Marco Fenske


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