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Lewinsky-Affäre: Was wurde aus Monica?

Es klingt wie die Geschichte aus einem Hollywood-Blockbuster: Die hübsche, junge Praktikantin Monica bringt ihrem Chef nur etwas zum Essen vorbei. Aus ein paar unschuldigen Blicken und einem Lächeln spinnt sich eine Affäre.

Über ein Jahr geben sich die beiden der körperlichen Liebe hin, dann fliegt die Beziehung auf und schaukelt sich zum Skandal auf, denn: Der Chef ist der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Doch es ist nicht das Drehbuch eines Kinoschlagers, sondern pure Realität. 1995 wurde die damals 21-jährige Monica Lewinsky als Praktikantin im Weißen Haus angestellt, vor 15 Jahren am 17.Januar 1998 berichteten Medien erstmals über ein sexuelles Verhältnis zu ihrem Chef, Präsident Bill Clinton. Anscheinend hatte sie die Geschichte im Vertrauen an eine Kollegin weitergegeben, die diese jedoch nicht für sich behalten wollte und der Staatsanwaltschaft übergab. Obwohl Clinton selbst anfangs alles dementierte, rissen sich die Zeitungen um das Thema. Erst am 17. August 1998 bestätigte der Präsident die Gerüchte, weil DNA-Proben vorlagen, die einen sexuellen Kontakt zweifelsfrei bewiesen hatten. In einem Gerichtsverfahren, das am 12. Februar 1999 zu Ende ging, stimmte der Senat nicht mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für eine Amtsenthebung. Clinton wurde im Anschluss für eine weitere Amtsperiode gewählt und blieb bis 2001 Präsident der USA. Kaum einen kümmern die Vorkommnisse um den heute 66-Jährigen noch.

Es ist wie ein Fluch

Monica Lewinsky hingegen fand nur schwer ins Leben zurück. Mit dem Autor Andrew Morton schrieb sie zwar das Buch "Monica's Story", in dem sie ihre Sicht auf die Liebesbeziehung schilderte, es gelang ihr aber nicht, ihren Ruf reinzuwaschen. Nach ein paar Fernsehauftritten wurde es ruhig um Lewinsky. Der Versuch sich mit einer Handtaschenkolletion als Designerin hervorzutun scheiterte, Lewinsky zog nach London und begann im September 2005 an der London School of Economics Sozialpsychologie zu studieren, im Dezember 2006 schloss sie mit dem Master-Grad ab.

Der Titel ihrer Abschlussarbeit "Auf der Suche nach dem unparteiischen Geschworenen" klingt fast wie ein Hilferuf. Die ehemalige Präsidentenpraktikantin soll es schwer haben eine Festanstellung zu finden, ihr Name sei zu eng mit den Geschehnissen von damals verknüpft. Eine Freundin Lewinskys bestätigte der "Los Angeles Times" vor einiger Zeit, es sei wie ein Fluch. Nach neuesten Berichten soll sich Lewinsky jetzt zur Wehr setzen und an einem neuen Enthüllungsbuch arbeiten. Anonymen Quellen zufolge soll sie für die ungeschönte "Wahrheit" über die Geschehnisse im Oval Office 12 Millionen Dollar (etwa neun Millionen Euro) kassieren.

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