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Boulevard Krumbiegel: „Japan war ein unglaublicher Flash“
Menschen Boulevard Krumbiegel: „Japan war ein unglaublicher Flash“
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16:11 23.03.2017
Sebastian Krumbiegel. Quelle: imago
Leipzig

„Für ein Kind aus der DDR waren das unglaubliche Erlebnisse“, betonte er. Mit elf habe er mitten in Tokio gestanden, nach der Reise hätten alle Chorknaben eine japanische Brieffreundin gehabt. „Japan war ein unglaublicher Flash“, sagte der Sänger. Krumbiegel wurde 1966 geboren und wuchs in Leipzig auf.

Seine Zeit in dem berühmten Knabenchor hat Krumbiegel in seinem ersten Buch „Courage zeigen - Warum ein Leben mit Haltung gut tut“ verarbeitet, das er auf der Buchmesse vorstellte. Darin widmet er sich außerdem der Friedlichen Revolution von 1989, die er in Leipzig erlebte, seinen Erfahrungen mit Neonazis und seiner Freundschaft zu Udo Lindenberg. Es sei ein egozentrisches Buch, aber keine Autobiografie, betonte Krumbiegel. Er versuche darin, seine Sicht der Dinge darzulegen, „die zurzeit um uns herum passieren“.

Krumbiegel bildet zusammen mit Henri Schmidt, Tobias Künzel, Mathias Dietrich, Wolfgang Lenk, Jens Sembdner und Ali Zieme seit 1991 die „Prinzen“. Mit über sechs Millionen verkauften Tonträgern, 16 Gold- und sechs Platinplatten sowie zwei „Echo“-Preisen sind die „Prinzen“ eine der erfolgreichsten deutschen Popbands. Krumbiegel engagiert sich seit vielen Jahren gegen Rechtsextremismus.

Auf der Leipziger Buchmesse präsentieren sich noch bis Sonntag knapp 2.500 Aussteller. Auf dem parallel veranstalteten Lesefest „Leipzig liest!“ gestalten rund 3.300 Mitwirkende auf 571 Bühnen etwa 3.400 Lesungen, Diskussionsrunden und Konzerte.

Von epd